DAX: Kommt die Weihnachts-Rally?

Der duetsche Aktienindex DAX wird in 2 Tagen eine entscheidende Grundlage legen! Wo, wann, wohin? – Das verrät Ihnen Michael Sturm hier: (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Es bleibt dabei: Nach dem miesen Börsen-Monat November verläuft auch der Börsen-Monat Dezember bisher nur seitwärts.

Der DAX-Index verharrt bei vergleichsweise dünnen Umsätzen in einer Art Winterstarre.

Dies liegt Händlern zufolge auch an einer Reihe wichtiger Daten/Termine in der laufenden Börsenwoche.

Die US-Notenbank FED hat gestern bereits den Anfang gemacht und bei Ihrer Zins-Entscheidung den Zins um ¼ Prozentpunkt auf 1,50% angehoben.

Heute folgt die mit Spannung erwartete EZB-Zins-Entscheidung. Als ob dies nicht schon genug ist, findet Morgen noch der große Verfalls-Termin an den Terminbörsen statt.

Der bei Händlern gefürchtete sogenannte 3-fache Hexensabbat kann für irrationale Bewegungen einiger Aktienkurse im DAX-30-Index sorgen.

Damit dürfte klar sein: Erst nach diesen Terminen kann der Index frei aufspielen.

Ob dabei die Tendenz nach oben gerichtet oder nach unten gerichtet sein wird, hängt maßgeblich davon ab, ob die EZB mit Überraschungen aufwartet bzw. der Verfalls-Termin für Verzerrungen sorgt.

Rein charttechnisch sieht die Lage nicht so schlecht aus:

Zunächst der Blick auf den kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index:

DAX 141217 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Ausbruch aus Dreiecks-Formation nach oben

In der vergangenen Woche berichtete ich von der 50:50-Entscheidung innerhalb der Dreiecks-Formation (rotes Dreieck).

Bei einem Ausbruch nach oben erwartete ich einen schnellen dynamischen Anstieg bis zur 13.225er-Marke. Genau diese Bewegung hat der DAX-Index nachvollzogen:

Er konnte mit einem Eröffnungs-GAP (schwarze Ellipse) die charttechnische Dreiecks-Formation an der Oberseite verlassen und stieg dynamisch und fast punktgenau bis 13.225 Punkte an (blaue Trendlinie).

Danach verließen ihn die Kräfte und das GAP wurde wieder geschlossen. Die oben beschriebenen wichtigen Wirtschafts-Termine sorgten für abwartende Vorsicht unter den Anlegern.

Fazit kurzfristig: Der Widerstand von 13.225 Punkten muss geknackt werden, bevor sich doch noch eine Art Weihnachts-Rally entpuppen kann.

Nach unten sollte die 12.825er-Unterstützung halten.

Welche Kursziele der DAX bei Überwinden der 13.225er-Marke noch ansteuern kann, ist aus dem kurzfristigen 1-Monats-Chartbild nicht ersichtlich.

Dazu blicken wir in den mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index:

DAX 141217 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Nach oben ist 13.525 das nächste Ziel

Ich habe Ihnen im mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index den Widerstand aus der Kurzfrist-Analyse eingezeichnet (untere rote Linie).

Sollte dieses Niveau (13.225) geknackt werden, dann hat der DAX Luft bis zur oberen roten Widerstands-Linie. Dies stellt auch das bisherige Allzeithoch bei etwa 13.525 Punkten dar.

An der 13.525 sollte der Markt dann zunächst etwas pausieren, bevor eine Jahresendrally in Richtung 14.000 Punkten durchaus möglich ist.

Nach unten Gefahr ab 12.825 Punkten

Im mittelfristigen Chartbild erkennen Sie ganz schnell, warum die Sachlage bei einem Bruch an der Unterkante kritisch ist.

Ich habe Ihnen bei etwa12.825/900 eine wichtige Unterstützungs-Zone eingezeichnet (grüne Horizontal-Linien).

Sie wird durch die 3-wöchige seitwärts gerichtete Schiebezone aus dem Oktober und zusätzlich den zwischenzeitlichen Tops (Hochpunkte, grüne Kreise) aus Mai und Juni gebildet.

Sie ist recht stabil. Und genau deshalb wäre ein Bruch so negativ.

Sie können sich im Falle des Bruchs dann auf ein schnelles Abgleiten des DAX-Index bis 12.325 Punkte einrichten.

Ein Zwischenstopp sollte bei 12.500 Punkten eingelegt werden, die je nach zeitlichem Bruch auch die untere Grenze darstellen könnten.

Abschließend noch ein Blick auf denlangfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index:

DAX 141217 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Unverändert gilt: Max. und Min. Jahresendziel: oben 14.000, unten 12.500

Es bleibt dabei: Im 10-Jahres-Chartbild bleibt der übergeordnete langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) völlig intakt.

Die obere Begrenzung stellt das Maximalziel zum Jahresende dar und liegt am 31.12. bei knapp 14.000 Punkten.

Der grüne Trendkanal stellt den mittelfristigen Aufwärtstrend seit Mitte vergangenen Jahres dar.

Dieser recht steile mittelfristige Aufwärtstrend wurde in den vergangenen Monaten mehrmals an der Ober- und Unterseite getestet.

Extrapoliert man ihn bis zum Jahresende, so ergeben sich Kursziele von 12.50014.000 Punkten für den Jahresschluss (rote Kreise).

Das ist freilich eine sehr breite Spanne, die aber solange Bestand hat, wie der DAX-Index sich innerhalb des grünen Trendkanals aufhält.

Fazit

Nach der EZB-Zins-Entscheidung und dem großen Verfalls-Termin wird die Richtung im DAX-Index bestimmt werden.

Sie kann bis Jahresende andauern und den Index an der Oberseite bis max. 14.000 Punkte treiben.

Aber Obacht auf der Unterseite! Ein Bruch der 12.825er-Marke würde den mittelfristigen Aufwärtstrend bei 12.500 Punkten testen.

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Von: Michael Sturm. Über den Autor

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