DAX-Konzerne mischen im Übernahme-Geschäft mit: Bayer eine Runde weiter – Lufthansa am Ziel

Siemens, Henkel, HeidelbergCement, Merck, Vonovia, Infineon – die Liste deutscher Konzerne, die in den vergangenen beiden Jahren im großen Stil am Übernahme-Markt zugegriffen haben, ist lang.

Auch aktuell laufen Deals mit deutscher Beteiligung; Bayer arbeitet an der Übernahme von Monsanto und die Lufthansa will den verblieben 55%-Anteil von Brussels Airlines übernehmen.

Wir geben Ihnen in diesem Beitrag ein Update zu den beiden Transaktionen.

Hohe Zustimmung dank hoher Übernahme-Prämie

Die größte Übernahme eines US-Konzerns durch einen deutschen Bieter nimmt Gestalt an.

Am Dienstag stimmten die Monsanto-Aktionäre mit überwältigender Mehrheit der 66 Mrd. Dollar schweren Übernahme des Bayer-Konzerns zu.

Eine große Zustimmung zum Deal ist erwartet worden, denn Bayer bietet mit 128 Dollar einen satten Aufschlag auf den Aktienkurs vor Bekanntwerden der Gerüchte.

Im Sommer kostete das Monsanto-Papier gerade einmal 86 Dollar.

Hohe regulatorische Hürden: Monsanto-Aktie bleibt über 20% unter Angebots-Preis

Die Monsanto-Aktie reagierte auf das Wahlergebnis nicht. Mit aktuell 104 Dollar bleibt das Papier weit hinter dem Angebots-Preis zurück.

Dies zeigt Ihnen, dass auch 6 Monate nach Deal-Ankündigung die Investoren noch nicht von einem erfolgreichen Deal-Abschluss überzeugt sind.

Die Managements der beteiligten Unternehmen geben sich zwar optimistisch, doch sicher ist der Deal noch nicht.

Vieles hängt davon ab, ob die CFIUS – eine US-Behörde die bei Auslands-Übernahmen die Auswirkungen auf US-Interessen prüft – einer Übernahme zustimmen wird.

Unter dem republikanischen Präsident Donald Trump könnte die ohnehin als streng geltende Behörde noch strenger werden.

Aber auch das OK aus anderen Regionen, wie beispielsweise der EU, ist mit Blick auf die hohe Konzentration in der Branche noch fraglich.

Trotz der vorliegenden Offerte und dem damit verbundenen Gewinn-Potenzial drängt sich eine Monsanto-Investition derzeit nicht auf.

Lufthansa: Dank Krisenfall-Klausel Übernahme zum Schnäppchenpreis

Deutlich entspannter lief die Lufthansa-Übernahme des Politiker-Fliegers Brussels Airlines.

Mit vielen vorliegenden Genehmigungen und einer Option in der Tasche, die es der Lufthansa ermöglichte, 55% der Brussels Airlines zum Festpreis einzusammeln, steht einer problemlosen Komplett-Übernahme nicht mehr viel im Wege.

Der Deal ist für die Lufthansa ein Schnäppchen. Musste das Unternehmen 2009 noch 65 Mio. € für 45% der Anteile bezahlen, werden für die verbliebenen 55% lediglich 2,6 Mio. € fällig.

Dies ist dadurch möglich, dass bei Vertragsschluss eine „Krisenfall“-Klausel vereinbart wurde, die jetzt greift.

Die Auslegung war zunächst umstritten, doch die jetzige Berichterstattung lässt darauf schließen, dass der Zwist aus der Welt geschafft wurde.

Lufthansa stärkt mit der Übernahme Eurowings im Kampf gegen Easyjet und Ryanair

Die Lufthansa plant die Integration von Brussel Airlines in die Billigflug-Tochter Eurowings.

Durch den Schritt vergrößert sich die Eurowings-Flotte um 51 Flugzeuge und eröffnet neue Chancen bei Langstrecken-Verbindungen von und nach Afrika.

Eine Stärkung der Tochter ist erklärtes Ziel des Unternehmens, um im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet nicht weiter zurückzufallen.

Trotz des sehr guten Deals schafft die Lufthansa-Aktie am Mittag nur ein Plus von 0,4%. Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Papier seit Mitte Oktober bereits um 36% zulegte.

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15. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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