Dax legt wieder zu

Eigentlich hätte der Mittwoch ein weitgehend ereignisloser Börsentag werden können, denn es standen keine nennenswerten Zahlen oder Konjunkturdaten auf der Agenda.

Doch weil der Dax am Dienstag nach wochenlanger Rally einen kleinen Rücksetzer erlitten hatte und auch am frühen Vormittag noch leicht nachgab, schienen einige die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, um endlich nachzukaufen. Diesen Anschein machte es jedenfalls, als der Leitindex trotz fehlender Impulse 1 Prozent zulegen konnte und mit 11.390 Punkten aus dem Handel ging.

Damit sind die Vortagsverluste zwar noch nicht ganz aufgeholt, aber allzu viel fehlt auch nicht mehr. Und das ist schon bemerkenswert angesichts der schwindelerregenden Höhen, in die der Dax mittlerweile vorgedrungen ist.

Kurskorrektur – eine Frage der Zeit

Zum Ende der Woche hin droht allerdings die Trendwende. Neben dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag steht für den heutigen Donnerstag eine Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank auf dem Programm.

Bislang haben Anleger meist höchst sensibel auf solche Notenbanktermine reagiert, häufig passierte schon Tage im Vorfeld gar nichts mehr an den Aktienmärkten. Doch in diesem Jahr läuft scheinbar alles anders als sonst.

Eine Kurskorrektur scheint nur noch eine Frage der Zeit – doch das sahen die meisten Analysten bereits vor einigen Wochen so, seither hat der Dax um mehr als weitere 1.000 Punkte zugelegt. Wann sich das Blatt wendet und was letztlich der Auslöser dafür sein wird, steht weiterhin in den Sternen.

Autowerte legen wieder zu

Bei den Einzelwerten waren die vor allem die Automobilwerte gefragt, die in letzter Zeit mehrfach Federn lassen mussten. Ganz anders an diesem Mittwoch: Daimler eroberte die Dax-Spitze mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent. Auch BMW gehörte mit einem Plus von 1,8 Prozent zu den stärksten Titeln im Index, und auch die Volkswagen-Vorzugsaktie verteuerte sich um 1,2 Prozent.

Auch Anteilsscheine von Merck waren wieder gefragt und legten um 2,2 Prozent zu. Die Deutsche Telekom schaffte es mit einem Plus von 2,4 Prozent auf Rang zwei.

Auf den Verkaufszetteln ganz oben stand unterdessen Henkel. Der Konsumgüterkonzern hat mit seinem Russland- und Osteuropageschäft zu kämpfen. Obwohl das Jahr 2014 verhältnismäßig gut lief und die Dividende angehoben werden soll, reichte die Warnung für das laufende Jahr aus, um die Aktie ans Dax-Ende zu katapultieren. Sie gab um 0,8 Prozent nach.

5. März 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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