DAX: Meine Bauchschmerzen waren berechtigt

Das Kaufsignal im DAX vom Monats-Anfang könnte sich nun doch noch als „Bullenfalle“ entpuppen. Hier erfahren Sie Näheres dazu: (Foto: Deutsche Börse AG)

Vor 11 Tagen informierte ich Sie an dieser Stelle über ein „Kaufsignal mit Bauchschmerzen“ im DAX.

Nun, das aus meiner mehr als 27-jährigen Börsen-Erfahrung resultierende „Bauchgefühl“ hat mich nicht getäuscht, wie wir seit ein paar Tagen wissen…

Doch wie ist die aktuelle Marktlage im DAX jetzt einzuschätzen?

Worum ging es?

Blicken wir noch einmal kurz zurück, um uns in Erinnerung zu rufen, worum es denn beim „Kaufsignal mit Bauchschmerzen“ ging:

Das 50-Tage-Momentum des deutschen Leitindex hatte eine seit Dezember 2015 bestehende Widerstands-Linie überwunden.

In den 23 Monaten zuvor war der Indikator für Schwung und Dynamik einer Kursbewegung 6x an dieser Hürde hängen geblieben.

Was mir an diesem Signal Bauchweh bereitete: Der DAX war in den Wochen vor der Ausbildung dieses weiteren Kaufsignals „zu schnell zu stark“ gestiegen.

Bis zum jüngst erreichten Allzeithoch bei 13.525 Punkten war es ein Anstieg von fast +14% – ohne jeglichen größeren Rücksetzer.

Die Bauchschmerzen waren berechtigt

Schauen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal den Chart aus meinem Beitrag vom 2. November 2017 an:

dax_13-11-2017

Bauchschmerzen waren berechtigt: DAX fällt deutlich zurück

Sie sehen den Ausbruch des Momentum-Indikators über und seinen anschießenden Rücksetzer auf die eingangs genannte langfristige Widerstands-Linie (gelber Kreis).

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Ausbruch nun doch noch als Bullenfalle erweist, ist durch den DAX-Verlauf der letzten Handelstage deutlich gestiegen. – Warum?

Wie Sie im oberen Kursteil der Grafik sehen, ist der Aufwärtstrend seit August 2017 (blaue Linie; blauer Kreis) am vergangenen Freitag nach unten durchbrochen worden.

Noch kann dieser Trend-Bruch als „heilbare Verletzung“ gewertet werden. Doch wenn der DAX weiter abrutscht, dann wird die Bullenfalle Realität.

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Jahreswechsel 1999 / 2000 war tatsächlich eine Blaupause

In meinem eingangs angesprochenen Beitrag vom 2. November dieses Jahres präsentierte ich Ihnen noch eine weitere Grafik:

einen Vergleich des DAX-Verlaufes der Jahre 1999 / 2000 und 2017.

Ich bezeichnete den damaligen Spurt des Leitindex um +33% in gut 9 Wochen und die scharfe Zwischen-Korrektur von Anfang 2000 als eine Art Blaupause für den DAX-Verlauf in diesem Jahr.

dax 2000 und 2017_13-11-2017

Der Jahreswechsel 1999 / 2000 erweist sich tatsächlich als Blaupause.

Sie sehen selbst, wie sich meine Einschätzung schon wenige Tage später als zutreffend heraus gestellt hat.

Fazit und Empfehlung

Ich hoffe, Sie sind meinem Ratschlag von vor 11 Tagen gefolgt:

„Eines weiß ich nach 37 Jahren als Börsenprofi: Diesem Kurs-Anstieg laufe ich ganz gewiss nicht hinterher, nur weil der DAX gerade ein qualitativ gutes Kaufsignal generiert hat.“

Weiter schrieb ich Ihnen:

„Für mich ist der DAX-Verlauf vom Jahreswechsel 1999 / 2000 eine Art Blaupause: Endet das Kaufsignal nicht als Bullenfalle, dann werden Sie in Kürze eine deutlich günstigere EinstiegsMöglichkeit erhalten!“

Damit stehen wir nun erneut vor der Frage: „Was tun?“

Meine Empfehlung dazu lautet: Tun Sie einfach einmal nichts und warten Sie ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln!

Erweist sich der Trend-Bruch als ein Verkaufs-Signal, dann war das Kaufsignal im Momentum doch eine Bullenfalle, und dann wird die Korrektur den DAX noch ein gutes Stück tiefer führen.

Nun wissen Sie, wie die aktuelle Lage im DAX zu bewerten ist. Wohin die Reise im Falle einer Korrektur-Fortsetzung gehen kann, das werden wir morgen untersuchen.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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