DAX minus 40 % – reicht das jetzt endlich? Es wird Zeit Gold zu kaufen!

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Crash kombiniert mit Ausgangssperre. Deutschland sperrt zu, aber der DAX hält sich tapfer. Das mag auch an der Verfallswoche liegen. Ein Hexensabatt steht Freitag an. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Der heutige Tag fühlte sich irgendwie nach einem Sieg für die Bullen an. Lassen wir einmal die minus 5,3 Prozent für den heutigen Handelstag außen vor. Das Abwärtsgap hat schließlich schon viele Punkte gekostet. Dennoch: Wir haben den Tag etwa dort beendet, wo wir ihn begonnen haben.

Zwischendurch lagen wir sogar schon bei 8.236 Punkten. Damit sind die 40 Prozent Verlust vom letzten Hoch vor 3 Wochen erreicht. 5.500 Punkte rutschte der DAX nach unten in Rekordzeit. Und wir durften live dabei sein. Sensationell.

Der heutige Tag fühlte sich nicht nur bullisch an, er war auch ein kleiner Sieg auf dem Weg nach unten. Wir haben nämlich im Xetra-DAX eine interessante Kerze gebastelt: Der Doji zeigt gerne eine Trendumkehr an. Kein Grund sofort all-in zu gehen und alles auf steigende Kurse zu setzen. Es ist nur ein kleiner Funken Hoffnung am Horizont.

Doji im DAX: Trendwende voraus?

Hier sehen Sie den heutigen Doji in all seiner Pracht. Eine winzige grüne Kerze sowie langer Docht und lange Lunte. Übersetzt heißt das: Der Markt ist sich nicht mehr ganz einig, in welche Richtung es gehen soll. Insofern auch nicht unbedingt mehr weiter nach unten. Wir haben am Freitag außerdem großen Verfall, vielleicht hilft der auch, dass die Kurse nach oben zucken. Aktuell wären Kurse über 11.000 Punkte gut für die Stillhalter. Über 12.000 Punkte wäre noch besser.

Die 8.150 Punkte sind letztlich alles entscheidend. Wenn wir diese auf Monatsschluss unterschreiten, ist Land unter. Wir könnten also ruhig kurz noch unter die 7.000 fallen, nur müssten wir am Ende des Monats wieder über 8.150 Punkte stehen. Hier liegen die Hochs aus der Zeit vor der Schuldenkrise.

Gold erreicht die 1.450 US-Dollar

Gold ist und bleibt keine Krisenwährung. Es ist eine Währung für die Zeit nach der Krise. Bei jedem Crash schmiert auch Gold mit ab. Das haben wir in den letzten Tagen eindrucksvoll gezeigt bekommen. Alle, die gedacht haben, dass Gold der sichere Hafen ist, haben einfach noch nie einen Chart angeschaut und einen Crash in der Vergangenheit mit dem Goldpreis verglichen. So ist auch jetzt Gold wieder in den Keller gerauscht. Eben noch bei 1.700 US-Dollar und alles frohlockt. Und jetzt schon wieder bei 1.450 US-Dollar. Da standen wir schon Mitte November. Ganz große Leistung.

Jetzt wird es aber dafür umso mehr Zeit Gold zu kaufen. Das war 2008 auch so. Gold stürzte samt Aktienmarkt ab, stieg danach aber auf neue Allzeithochs. Ähnlich kann es jetzt auch kommen. Die 2.000 US-Dollar pro Unze sollten locker drin sein. Das sagen viele erfahrende Trader. Denen glaube ich jetzt einfach einmal. Das liegt aber auch daran, dass 2008 das Spiel ähnlich funktionierte:

Erst rein ins Gold, weil es ist ja eine „Krisenwährung“. Dann kommt der Crash und keiner glaubt mehr dran. Alle sind wütend, dass sie Gold oder auch Silber gekauft haben und dann schießen die Preise plötzlich nach oben. Haben Sie noch etwas Geduld. Gold und insbesondere Silber zünden bald die Rakete. Das geht gar nicht anders, wenn immer mehr Geld in den Markt gepumpt wird. Von Helikoptergeld ganz zu schweigen.

Ich habe mir schon lang laufende Optionsscheine gesichert in der aktuellen Krise, nicht nur auf Gold und Silber. Die Chance ist gut, dass wir in einem Jahr das Thema Corona gar nicht mehr in den Charts sehen. Wenn die Kaufpanik einsetzt, geht es ruckzuck nach oben. Das kann bei Gold und Silber ähnlich verlaufen. Im Verhältnis zu Gold ist Silber übrigens aktuell extrem unterbewertet. Wer also an den Boom bei Gold glaubt, kann auch Silber dazunehmen, dort locken vielleicht in einigen Monaten noch größere Gewinne.

PS: Corona befällt die Börse: Die Kurse an der Börse stürzen ab – gerade der DAX fällt und fällt. Aber ist das die Chance, jetzt einzusteigen? Aktuelle Kursdaten und die Analyse erfahrt ihr in dieser Ausgabe von der Börsenwoche von #dukannstbörse.

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Goldmärkte: So unterscheiden sich die USA und KanadaGold wird rund um den Erdball verkauft – doch die einzelnen Märkte sind sehr unterschiedlich. Das Zeigt allein schon der Vergleich zwischen den USA und Kanada. › mehr lesen


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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