DAX: Neues Jahreshoch erreicht

Wie stark ein Dezember im Börsenjahr sein kann, zeigt heute der DAX: Mit einem neuen Jahreshoch lässt der deutsche Aktienindex die Kurslücke bei ca. 10.800 Punkten vorerst hinter sich.

Zwischenzeitlich wurde die Marke von 11.280 Punkten durchbrochen. Generell ist der heutige Dienstag nach einem schwachen Montag ein Tag für die Bullen.

Der Turnaround-Tuesday macht damit einmal mehr seinem Namen alle Ehre und wendet das Blatt.

Ein ähnliche Wende hat übrigens auch Google hinlegt – zumindest bei den selbstfahrendes Autos: So soll die Firmentochter Alphabet die weitere Entwicklung in dieser Richtung bis auf weiteres parken.

Das Thema bleibe aber weiterhin der Automobil-Sektor. Jedoch sollen jetzt eher Kooperationen mit Herstellern geknüpft werden, als eigene Autos zu konstruieren.

Taktik für Optionshändler: Vertical Spread

Auf Deutsch heißt diese Strategie Hausse- oder Baisse-Spread – je nachdem, in welcher Richtung der Anleger sich orientieren möchte.

Dabei setzt der Optionshändler beispielsweise beim Bullish Vertical Spread auf ein Steigen des Basiswerts. Dieser ist meistens ein Index oder Aktienwert.

Der Spread ist eine Konstruktion aus 2 verschiedenen Calls. Hierbei kaufen Anleger sowohl einen Long-Call, als auch einen Short-Call.

Der Unterschied bei den beiden Spread-Varianten ist lediglich der Preis des Basiswerts.

Wird auf steigende Kurse spekuliert, hat der Basiswert der Verkaufsoption einen höheren Preis. Rechnet der Spekulant mit fallenden Kursen, liegt wiederum der Basiswert der Kaufoption höher.

Zeitpunkt ist das Zünglein an der Waage

Im Gegensatz zum Time Spread (den wir vor rund 2 Wochen erklärt hatten) haben die beiden Optionen beim Vertical Spread dieselbe Laufzeit.

Auch hier werden beide Optionen zum selben Zeitpunkt gekauft, später dann auch wieder verkauft bzw. glattgestellt. Dadurch zahlt der Anleger nicht den Preis für jede Option, sondern lediglich die jeweilige Differenz.

Kostet zum Beispiel ein Call Kauf 10 € und der Call Verkauf 11 € – Sie merken, wir setzen hier auf steigende Kurse – so zahlen wir nur die Differenz.

Auf diese Weise wirkt das Investment wie ein gehebeltes Produkt. Indem mit kleinem Einsatz viel Kapital bewegt werden kann.

Ein Vorteil beim Vertical Spread ist die Abrechnung am Laufzeitende:

Beim Time Spread müssen Investoren darauf achten, die länger laufende Option sofort zu verkaufen, wenn die kürzer laufende ausgeführt wird.

Erreicht die kürzere Option also das Laufzeitende, muss die 2. Option sofort glattgestellt werden.

Beim Vertical Spread braucht darauf nicht geachtet zu werden. Schließlich haben beide Optionen dieselbe Laufzeit.

Sie werden dementsprechend zur selben Zeit abgerechnet – natürlich nur für den Fall, dass der Anleger sie bis zum Ende im Depot halten möchte.

Selbstverständlich können die Optionen zu jeder Zeit davor verkauft werden, wenn es sich lohnen sollte.

13. Dezember 2016

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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