DAX-Pause: Wichtige Schlüsselmarken für den weiteren DAX-Verlauf

Seit gut 1 Woche kommt der DAX-Index nicht mehr weiter voran und notiert nun auf dem Niveau, wo er vor 2 Wochen auch bereits war.

Die runde 12.000er-Marke strahlt eine gewisse Ehrfurcht aus.

Als der DAX-Index die 12.000-Punkte-Marke vor 8 Tagen erklomm, da sah es zunächst sehr gut nach weiteren Kurssprüngen aus.

Doch nach nur 2 Tagen war ihm die Höhenluft oberhalb der 12.000 zu dünn und er setzte zum Luftholen an.

An der Nachrichtenlage kann es nicht liegen, denn sie hat sich kaum zur Vorwoche verändert.

Die runde Tausender-Grenze scheint einige Marktteilnehmer dazu bewogen zu haben, einmal Gewinne mitzunehmen.

Ein Durchschnaufen ist positiv zu werten und verhindert ungesunde Blasen.

Das ist auch kein Fehler und mitnichten ein schlechtes Zeichen, denn seit Anfang Dezember 2016 hat der DAX-Index immerhin um knapp +15% zulegen können.

In 2017 sind es zwar nur gut +4%, aber verglichen mit dem vergangenen Jahr, wo er zum gleichen Zeitpunkt gut -1.000 Punkte verloren hatte, ist dies ein sehr positiver Wert.

Charttechnisch stellt sich jetzt die Frage, ob es das zunächst einmal war mit dem Kurs-Anstieg, oder ob wir das Allzeithoch doch noch vor dem Sommer sehen?

Betrachten wir zunächst denkurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index:

DAX 080317 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Test des unteren Randes des kurzfristigen Aufwärtstrends

Am Aschermittwoch ist dem DAX-Index mit dem Sprung über die Widerstands-Linie bei 11.850 Punkten (untere grüne Horizontale) der Ausbruch aus der Trading-Zone gelungen.

Das Aufwärts-GAP (Kurslücke, schwarze Ellipse) bestätigte eine dynamische Folge-Entwicklung bis rauf auf 12.082,59 Punkten, dem bisherigen Jahreshoch.

Das GAP rahmt nun aus kurzfristiger Sicht 2 Unterstützungs-Niveaus ein. Sie liegen bei 11.925 und 11.850 Punkten.

Kurzfristig 11.925 und 11.850 als Unterstützung

Sie erkennen im Chartbild, dass bei 11.925 Punkten die aufwärtsgerichtete Trendlinie (blaue Trendlinie) die horizontale Unterstützung kreuzt.

Das bedeutet, dieser Punkt ist kräftiger wirkend.

Es bedeutet aber auch, wird er unterschritten, dann ist die kurzfristige Trendlinie gebrochen und der Markt muss zunächst Stabilität finden.

Die 11.850er-Marke liegt zwar nur 75 Punkte tiefer.

Sie hat aber durch das Februar-Zwischenhoch und das Januar-Hoch, die beide bei 11.850 Punkte lagen, durchaus ein wenig mehr Kraft, als man annehmen könnte.

Fazit kurzfristig: Achten Sie besonders auf die 11.850er-Marke! Sie sollte nicht unterboten werden; falls doch, dann wird die Konsolidierung ausgedehnter.

Betrachten wir dies im mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index:

DAX 080317 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Zunächst 11.850 beachten

Im mittelfristigen Chartbild vom DAX-Index habe ich Ihnen die vergleichsweise lange Seitwärts-Phase des vergangenen Jahres (rote Schiebezone) eingezeichnet.

Nach dem endgültigen Ausbruch über dieses quälende Seitwärtsband zu Anfang Dezember führte der Erleichterungs-Seufzer im DAX-Index zu einer dynamischen Weihnachts-Rally.

Zusammengenommen mit den folgenden Hochpunkten (schwarze Kreise) etablierte er einen neuen primären Aufwärts-Trendkanal (blaue Trendlinien).

Dieser ist nun maßgebend für den aktuellen mittelfristigen Verlauf des DAX-Index.

Bei der in der Kurzfrist-Analyse angesprochenen möglichen Unterschreitung der 11.850er-Marke dürfte die Unterseite des Trendkanals schnell getestet werden.

Sie liegt aktuell bei etwa 11.500 Punkten.

Spätestens 11.500 müssen halten.

Die horizontale Unterstützung bei 11.500 Punkten ist sehr wichtig! Denn hier verläuft die obere Grenze der Rally von Anfang Dezember.

Wenn Sie bricht, dann kann die Rally sich umkehren und bis auf das Ausbruchs-Niveau der Seitwärtsrange führen (obere rote Horizontale).

Das wären 10.800 Punkte und ein guter Schluck aus der Pulle.

Ich erwarte aber, dass die Trendbegrenzung des Aufwärts-Trendkanals hält und bis zum Sommer noch ein weiterer Anlauf in Richtung oberer Begrenzung erfolgen wird.

Hält der Trendkanal, dann kommt auch das Allzeithoch.

Sie können deutlich erkennen, wie sich die Steigung des Trendkanals auf das Niveau der oberen Begrenzung des Aufwärts-Trendkanals (obere blaue Trendlinie) auswirkt.

Ein erneuter Anlauf an diese Obergrenze stellt bereits in 1 Woche ein max. mögliches Niveau von 12.400 Punkten in Aussicht.

Das bedeutet, das Allzeithoch ist Dank der aktuell laufenden Korrektur ohne Probleme innerhalb des Trendkanals möglich.

Fazit mittelfristig: Erst Augen auf die 11.850, aber 11.500 müssen halten, sonst auf eine längere Konsolidierung einstellen.

Ein neuer Anlauf auf das Allzeithoch ist möglich, sobald der Trendkanal an der Unterseite bestätigt wird.

Abschließend blicken wir auf den langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index:

DAX 080317 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Auch hier stehen die Zeichen auf Allzeithoch

Zunächst: Der langfristige 10-Jahres-Chart vom DAX-Index bleibt voll intakt.

Die Gefahr nach unten ist zunächst auf die untere Trendlinie des mittelfristige Aufwärts-Trendkanals begrenzt (grüner Trendkanal).

Sie liegt zurzeit bei etwa rund 11.000 Punkten. Die mittelfristige Überkauft-Situation baut sich aktuell ab (siehe mittelfristige Analyse).

Das ist positiv! Denn so steht rein charttechnisch nichts im Wege, sogar schon im März das Allzeithoch von 12.400 Punkten zu erreichen.

Das muss zweifelsohne nicht geschehen, aber die Luft nach oben würde es ermöglichen – und die hat bis vor 2 Wochen noch gefehlt!

Durch die bekannte Trendkanal-Steigung ist auch im längerfristigen Chartbild selbst das Erreichen der 13.000er-Marke kein Problem, insofern immer wieder etwas Kraft getankt wird.

Im Herbst besteht dann konkrete Rückschlags-Gefahr.

Für den DAX-Index heißt das ganz konkret:

Wenn das Optimal-Szenario tatsächlich eintrifft, dann darf der Index in der herbstlichen Phase nicht unter die untere Begrenzung des grünen Aufwärtstrends zurückfallen.

Ich habe Ihnen diesen Punkt mit einem roten Kreis markiert. Fällt er darunter, dann ist die mittelfristige Hausse vorbei!

Fazit

Es bleibt dabei: Allzeithoch und mehr möglich, aber Achtung im Herbst !

8. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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