DAX: Reaktion auf die FED entscheidend. Neue Rally möglich!

Nach der Konsolidierung in den vergangenen zwei Wochen konnten die Aktienmärkte nun zur Gegenbewegung ausholen. Die guten US-Konjunkturdaten, der überraschend positv ausgefallene ZEW Index für Deutschland und die frühzeitige Einigung im US-Haushalt sorgten für gute Laune unter den Börsianern.

Ist das jetzt der Startschuss für eine Jahresendrally?

Das hängt maßgeblich davon ab, was die heute zu Ende gehende Sitzung der FED (US Notenbank) alles so mit sich bringt. FED-Chef Ben Bernanke ist ja bekannt für seine Wundertüten. Nicht selten hat er die Märkte positiv wie auch negativ überrascht und damit auf dem falschen Fuß erwischt.

Für Sie als Anleger bedeutet dies: Vorsichtig optimistisch kann man sein, denn die Daten aus dem konjunkturellen Umfeld sehen gut aus. Abwarten, was Ben Bernanke in seiner Rede bekannt gibt.

Fazit also: Long positionieren mit engem Stopp.

Wie die charttechnischen Ziele für den DAX aussehen, erörtern wir zunächst am1-Monatschart des DAX-Index:

DAX Index Chart 181213 1Monat

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Konsolidierungsziel getestet und bestanden

Anfang Dezember setzte die überfällige Konsolidierung ein. Von etwa 9.425 Punkten im Hoch ging es satte 450 Punkte hinunter. Hier, an der 8.980er Marke machte der DAX eine Punktlandung auf das von mir in der vergangenen Woche prognostizierte Konsolidierungsziel.

Eine Bodenformation in Form eines Doppelbodens auf Tagesbasis (blaue Mulde) sorgt für Stabilität im kurzfristigen Bereich.

Damit tauchte der DAX-Index in seiner Gegenbewegung wieder in seine breite Konsolidierungszone ein (rote Zone).

Je nach Stimmungslage der Marktteilnehmer nach der heutigen Rede von Ben Bernanke, gibt es genau 2 Möglichkeiten:

Positive Reaktion auf die FED-Sitzung: 9.325 Punkte

Je nach Reaktion der Marktteilnehmer auf die Ergebnisse der heutigen FED-Sitzung wird der DAX-Index entweder über die 9.225er Marke ausbrechen oder wieder einen neuen Test der 9.100er Marke ansteuern.

Bei Ersterem sollte der DAX-Index sehr schnell die 9.300/9.325 Punkte erreichen (grüne Horizontallinien). Nachfolgend wären sogar die alten Allzeithochs das Ziel.

Negative Reaktion auf die FED-Sitzung: 9.100 Punkte, dann 9.000.

Fazit Kurzfristanalyse:

Ich erwarte eher eine positive Marktreaktion und empfehle Longpositionen. Da aber ein geringes Restrisiko einer negativen Marktreaktion vorhanden ist, sollten diese Positionen im Bereich knapp über der 9.000 abgesichert werden.

Schauen wir uns das 8-Monats-Chartbild an, um herauszufinden, wie der mittelfristige aktuell Trend zu beurteilen ist.

Mittelfristige Analyse

Betrachten wir den 8-Monatschart:

DAX Index Chart 181213 8Monate

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

Neue Allzeithochs oder unterer Test des Aufwärtstrendkanals

Der übergeordnete breite Aufwärtsrend (blaue Trendlinien) startete im April dieses Jahres. Unter teils großen Schwankungen ging es rauf zu neuen Allzeithochs.

Nach der überfälligen Konsolidierung hat der DAX-Index nun wieder genug Luft, um neu anzugreifen.

Das wird auch aus dem Indikator MACD klar.

MACD hat konsolidiert und neue Kraft

Der Moving Average Convergence Divergence, kurz MACD (hellblaulilafarbener Kurvenverlauf unterhalb des Chartbildes) ist ein sehr guter Indikator für den Zustand des Marktes. Ein Kaufsignal entsteht beim Kreuzen der hellblauen Linie durch die lilafarbene Linie von unten nach oben, ein Verkaufssignal umgekehrt.

Die jüngsten Kursbewegungen im DAX-Index führten zu einem Abbau der überkauften Situation.

Man kann erkennen, dass die Divergenz (orangefarbene Hügel) nach dem Absinken wieder geringer wird. Das ist ein erstes zartes Anzeichen für ein kommendes Kaufsignal.

Gelingt der Bruch der 9.225, dann sind neue Allzeithochs vorgeplant

Wie entscheidend diese Phase für den DAX-Index ist, kann am Potenzial abgelesen werden, welches der Markt bei einer möglichen Bodenbildung hat. Dieses reicht durchaus bis 9.600 Punkte und darüber (grüner Pfeil).

Fällt der Markt durch 8.980, dann Test der 8.750

Die horizontale Unterstützung bei etwa 8.980 Punkten hat gehalten (rote Horizontale). Hier drehte der DAX-Index wieder nach oben ab. Sollte aber durch eine unerwartet negative Reaktion auf die Sitzung der FED diese Marke unterboten werden, dann stünde uns ein Test des übergeordneten Aufwärtstrendkanals ins Haus (untere Begrenzung blauer Trendkanal). Diese befindet sich aktuell bei etwa 8.750 Punkten und ist sehr stabil.

Fazit mittelfristig:

–  Der Aufwärtstrend bleibt intakt.

–  Wenn DAX die 9.225 übersteigt, neue Allzeithochs erreichbar.

–  Bestehende Positionen noch absichern.

Längerfristige Analyse

Betrachten wir noch kurz die Kursentwicklung des DAX-Index im 5-Jahreschart:

DAX Index Charts 181213 5Jahre

DAX-Chart 5 Jahre (Wochenbalken)

Das bleibt so: 8.500 oder 9.500 bis Jahresende

Nach dem Megacrash in 2011 konnte sich das Aktienbarometer stabilisieren und eine Aufwärtsbewegung etablieren. Sie verläuft unter teils großen Schwankungen von 1.000 Punkten. Die obere Begrenzung dieses übergeordneten zweijährigen Aufwärtstrendkanals (blauer Trendkanal) und die Unterstützung bei 8.500 Punkten (mittlere rote Horizontallinie) bilden die Kursspanne des DAX-Index zum Jahresende und diese bleibt bei 8.500 bis 9.500 Punkte. Innerhalb dieser Spanne wird der DAX-Index sein Jahr beenden.

Ein Bruch der 8.000er Marke (untere rote Horizontale) würde ein sofortiges Umdenken in den Trendaussichten nach sich ziehen. Dann wäre erst einmal der langjährige Bullenmarkt passé.

Doch vorerst ist alles im Lot und es kann getrost davon ausgegangen werden, dass der DAX-Index über der 8.500er Marke das Jahr beschließen wird. Zumal die Marke um 8.980/9.000 Punkten durch den gelungenen Test immer mehr an Stärke gewinnt (obere rote Horizontale).

Längerfristiges Fazit:

– DAX weiter im aufwärtsgerichteten Trendkanal

– Rückschlagspotenzial auf 8.500 Punkte begrenzt.

– Über 9.225 neue Allzeithochs erwartet

– Bestehende Positionen noch absichern.

18. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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