DAX-Rücksetzer: Es gibt Anlass für Optimismus

Es besteht eine gute Wahrscheinlichkeit dafür, dass der DAX-Rückschlag der letzten Tage heute endet. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Als wir am 22. Januar 2018 auf den DAX schauten, befand sich das 50-Tage-Momentum gerade auf dem Weg zu einem neuen Kaufsignal. Dies wurde auch tatsächlich am folgenden Handelstag ausgebildet.

Zugleich markierte der deutsche Leitindex an jenem Tag ein neues Allzeithoch bei 13.596 Punkten (blauer Kreis). Die Welt schien wieder in Ordnung zu sein, denn immerhin hatte das Momentum in den 7 Wochen zuvor schon 2 Kaufsignale generiert, die sich dann als Fehlsignal entpuppten.

Nach den herben Kursrückschlägen der vergangenen Woche können Sie sich vermutlich schon denken, was diesmal geschehen ist: Auch das jüngste Kaufsignal endete in einer Bullenfalle!

Das Minus von -4,16% war der größte Wochenverlust seit Anfang Februar 2016, als der DAX -5,2% einbüßte. Ist das der Auftakt eines neuen Abwärtstrends?

3 Bullenfallen in Serie

Schauen wir zunächst einmal gemeinsam auf den aktualisierten DAX-Chart:

DAX-Chart mit Seltenheitswert: 3 Bullenfallen in Folge in 7 Wochen

Die 3 Kaufsignale, die sich zu Bullenfallen wandelten, sind im Chart mit gelben Kreisen markiert. Im Anschluss an die Trendbrüche fiel das Momentum jeweils wieder auf neue Tiefs, wodurch Neu-Justierungen der Trendlinien erforderlich wurden.

Der Chart zeigt Ihnen aber auch noch etwas anderes:

Seit Mitte November 2017 hat sich im DAX eine breite Unterstützungs-Zone zwischen 12.864 und 12.745  Punkten ausgebildet (grünes Band). Zudem verläuft bei rund 12.750 Zählern die 200-Tagelinie, die den langfristigen Trend eines Marktes abbildet.

Nun werden Sie entgegenhalten, dass Unterstützungs-Zone und 200-Tagelinie zum Wochenauftakt bereits nach unten durchstoßen wurden. Damit haben Sie natürlich recht.

DAX: Es gibt Anlass zu Optimismus

Allerdings wissen wir auch, dass die Börse gerne zu Übertreibungen neigt. Nicht zuletzt waren die 3 Fehlsignale des Momentums eine Übertreibung.

Und zumindest signalisiert Ihnen der Verlauf am Montagvormittag, dass die Bären das Tief bei 12.622 Punkten nicht verteidigen konnten. Ich sehe eine gute Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich das jetzt entstandene Verkaufssignal – Durchbruch der Unterstützungs-Zone und der 200-Tagelinie – als Bärenfalle erweist!

Meine Einschätzung wird aber auch noch von einem anderen Argument gestützt: Das Börsenklima ist – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – nicht negativ genug für eine größere Abwärtsbewegung.

Markt-Barometer signalisiert Ihnen intakte Aufwärtstrends

Schauen wir dazu einmal auf das von mir für meinen Börsendienst „Die Wachstumsaktien-Strategie“ im Jahr 2007 entwickelte Markt-Barometer:

Markt-Barometer signalisiert Ihnen intakte Aufwärtstrends

Die vergangene Handelswoche brachte zwar einen Rückgang von 80% auf 65%. Doch das Markt-Barometer notiert noch immer komfortabel in der grünen Zone. Das bedeutet:

Die Aktien-Indizes befinden sich in Aufwärtstrends. In einer solchen Marktphase sind die Risiken von Aktien-Investments relativ gering.

Mein Börsenklima-Indikator bewegt sich seit Mai 2016 – mit 4 kurzzeitigen Ausnahmen (Ausrutschern) – innerhalb der von 50% bis 100% reichenden Aufwärtstrend-Zone. Damals notierte der DAX übrigens bei 9.916 Punkten (grüne Vertikale).

Fazit

Sie sehen es im Chart: Im vergangenen Börsenjahr durchlief der DAX von Juni bis August eine ausgiebige Korrektur von rund 800 Punkten. Doch das Markt-Barometer tauchte nur am Ende dieser Abwärtsbewegung für eine Woche in die (gelbe) Neutrale Zone ein (roter Ring).

Erst wenn der Börsenklima-Indikator in diese gelbe Zone abrutscht, ist es an der Zeit, vorsichtig zu werden. Denn dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Trend-Wechsel.

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Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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