DAX rührt Beton an: 13.000 Punkte sind fix

Es bleibt ruhig. Wir werden sicher in Zukunft und wieder wilde und turbulente Zeiten erleben. Doch momentan ist alles in Stein gemeißelt. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Es bleibt ruhig. Genießen Sie es! Wir werden sicher in ferner Zukunft und ganz überraschend wieder wilde und turbulente Zeiten erleben.

Doch momentan ist alles in Stein gemeißelt. Es ändert sich erst einmal nichts. Das gehandelte Volumen ist weiter minusrekordverdächtig.

Die größten Indizes lassen es alle ganz besonders ruhig angehen. Und so ist es auch wenig verwunderlich, dass DAX & Co. nahezu auf der Stelle treten.

Überraschung von EZB und Empire State Index

Ganz so langweilig ist aber dann doch nicht; irgendein Marktteilnehmer findet sich zum Glück meistens, der entweder überraschende Zahlen herausgibt oder etwas Interessantes äußert.

Heute ist es einerseits die EZB, denn diese befürchtet, dass die Anleihen knapp werden könnten. Allerdings jammert hier jemand auf hohem Niveau.

Damit Sie eine Größenordnung vor Augen haben: Die EZB hat bis Ende der vergangenen Woche im Rahmen des QE für knapp 1,8 Bio. € Anleihen gekauft.

Allerdings werden die Stimmen lauter, dass das monatliche Volumen der Käufe halbiert werden solle. Aktuell beträgt das Budget der EZB monatlich 30 Mrd. €.

Ab Januar 2018 sollen den Berichten zufolge nur noch rund 15 Mrd. € monatlich für Anleihenkäufe ausgegeben werden. Laut Bloomberg sei die EZB zum Handeln gezwungen.

Denn 2018 gäbe es insgesamt nur noch Anleihen in Höhe von etwa 200 Mrd. €. Aktueller Bestand in den Büchern der Notenbank: 2,28 Bio. €.

Empire State Manufacturing Index

Hier gibt es positives Nachrichten: Im Vormonat lag der Index über die Geschäfts-Aktivitäten im Bundesstaat New York bei 24,4 Punkten.

Es wurde erwartet, dass wir im Oktober auf 20,3 Punkte fallen – das Gegenteil war der Fall: Der Index schoss auf 30,2 Punkte hoch.

Die Börsen interessiert das aber trotzdem nicht; Dow Jones und S&P 500 liegen heute 0,1% im Plus.

Brent Crude steigt weiter

Wie bereits berichtet läuft hier alles nach Plan. Heute wurde die 58-US-Dollar-Marke geknackt – ein weiteres Plus von etwa 1,5%.

Damit sind wir nur noch knapp einen US-Dollar vom September-Hoch entfernt. Machen Sie sich bereit!

Entweder es gibt einen Durchbruch und wir schaffen auch die 60 US-Dollar pro Barrel, oder bei etwa 59,20 US-Dollar ist weiterhin der Deckel drauf und die Kurse korrigieren danach erneut.

Gold wieder über 1.300 US-Dollar

Auch Gold startet einen neuen Anlauf. Das Edelmetall war Anfang September auf fast 1.350 US-Dollar gestiegen und fiel im Anschluss auf unter 1.275 US-Dollar zurück.

Jetzt könnte ein neuer Anstieg die Kurse noch sogar über 1.400 US-Dollar führen, wenn wir die Distanz des vorherigen Anstiegs als Vorlage nehmen.

Wenn es Sie also in den Fingern juckt, richten Sie Ihren Blick lieber auf die Rohstoffe. Von den Aktienindizes ist vorerst nicht viel zu erwarten.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.