Dax sackt ins Minus

Anfänglich waren es noch moderate Verluste, doch am späten Nachmittag ging es kräftig abwärts. Der Dax hat am Dienstag seine Vortagesgewinne eingebüßt und schloss 1,1 Prozent tiefer bei 11.605 Zählern.

Neben Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursaufschlägen hatte der Leitindex mit Gegenwind aus Übersee zu kämpfen. Die Wall Street präsentierte sich zu Handelsbeginn ebenfalls schwach und zog den Dax mit ins Minus.

IT-Bilanzen enttäuschen

Auch die Berichtsaison vermochte dem nichts entgegenzusetzen, im Gegenteil: Die Quartalsbilanzen der IT-Firmen IBM in den USA und SAP in Deutschland fielen enttäuschend aus. Trotz einer Steigerung des operativen Gewinns blieb SAP im zweiten Quartal hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Die Umstrukturierung der Produktpalette verschlingt noch zu viel Geld, sodass die Gewinne vor allem auf Währungseffekten basieren. Anleger trennten sich von dem Papier, das 1,4 Prozent schwächer aus dem Handel ging.

Energiekonzerne unter Verkaufsdruck

Schlechte Zahlen des Konkurrenten Vattenfall belasteten auch die deutschen Energiekonzerne. Die Eon-Aktie gab um 1 Prozent nach, landete damit aber noch im Mittelfeld des Dax, während RWE-Papiere mit einem Minus von 2,4 Prozent zu den schwächsten Titeln gehörten.

Noch schlechter lief es für Bayer und Schlusslicht Merck mit Abschlägen von 2,5 beziehungsweise 2,6 Prozent. Die Leverkusener hatten unter einem negativen Analystenkommentar zu leiden.

Wenige Einzelwerte im Plus

Nur wenige Dax-Werte schafften den Sprung in die Gewinnzone. Spitzenreiter Lanxess verbuchte im schwachen Umfeld einen Aufschlag von 1,4 Prozent, gefolgt von Adidas mit einem Plus von 1,1 Prozent. Die Aktien von HeidelbergCement gewannen um 0,5 Prozent und auch Daimler-Papiere legten minimal zu.

Insgesamt richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger nun nach Abklingen des Griechenland-Dramas wieder auf die Unternehmenszahlen. Am Abend legten unter anderem die US-Schwergewichte Apple, Microsoft und Yahoo ihre Zahlen vor.

22. Juli 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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