DAX scheitert an 12.000 Punkten | Gold gefangen im Trendkanal nach unten

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Das ewige Duell des DAX mit der 12.000 Punktemarke. Heute hat die 12.000 erneut gewonnen und der DAX verloren. Gold zeigt auch abwärts im Chart. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Der DAX hatte gestern intraday schon die 11.850 Punkte erreicht. Nachdem aber Feiertag war, konnten die Anleger diese Marke nicht mitnehmen. Der DAX-Future wurde dagegen gehandelt. Gestern ging es international wieder etwas nach oben. Eine kleine Gegenbewegung nach dem starken Abverkauf Anfang der Woche. Allein der DAX verlor in zwei Tagen 600 Punkte.

Am Donnerstag wurde dann das vorläufige Tief bei etwa 11.830 markiert. Es kann im regulären Handel – also per Xetra – auch noch einmal erreicht werden. Die 11.850 Punkte sind auf jeden Fall noch nicht vom Tisch. 11.790 Punkte sind auch noch möglich für die Bären.

Die gute Nachricht für den DAX

Solange 11.790 oder auch schon 11.850 Punkte halten, ist der DAX noch nicht angeschlagen. Eine kleine und intensive Verschnaufpause – mehr ist das aktuell nicht. Wenn die Kurse danach wieder steigen. Das ist die Bedingung! Fallen wir aber unter die 11.790, kann es auch noch schnell 700 Punkte tiefer gehen.

So sieht der Stundenchart des DAX aktuell aus. Die 12.000 Punkte scheinen unbezwingbar. Das war bereits Ende September / Anfang Oktober eine Weile der Fall.

Der Xetra-DAX wird wohl diese Woche unter 12.000 Punkten abrechnen, auch wenn es jetzt gegen 15 Uhr noch einen kleinen Impuls nach oben gab.

Ist der Goldpreis im Abwärtstrend gefangen?

Gold hatte Anfang September sein Mehrjahreshoch über 1.550 US-Dollar markiert. Die Party sollte aus Sicht vieler Anleger weitergehen. Wird sie wahrscheinlich – allerdings etwas später. Derzeit hat sich der Goldpreis in einem Trendkanal festgefahren, der leider nach unten zeigt.

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Solange wir also hier nicht über 1.520 US-Dollar nachhaltig ausbrechen, sind eher 1.450 US-Dollar das nächste Ziel. Der Trendkanal zeigt deutlich nach unten. Genauso sind die Preise beim Gold auch in den letzten Wochen gelaufen.

Zwischendurch gibt es immer wieder Impulse nach oben. Diese werden aber schnell wieder abverkauft. Gold könnte in diesem Szenario durchaus noch bis Jahresende so weiterlaufen. Was die Anleger brauchen, ist ein deutliches Signal der Bullen. Kurse über 1.520 und 1.535 US-Dollar wären ein erstes Zeichen.

Bis das passiert ist, bieten sich Kaufgelegenheiten, wenn die Kurse am unteren Rand des Trendkanals liegen. Die Spanne ist für Trades zum Glück relativ breit. Vier perfekte Kontakte mit den Rändern des Kanals hatten wir schon. Aktuell haben die Kurse etwas zu früh nach unten gedreht. Vielleicht gibt es noch einen Anlauf Richtung 1.515 US-Dollar in der nächsten Woche, bevor es dann Richtung 1.450 US-Dollar gegen Ende Oktober geht.

Aber das kann auch nur passieren, solange sich Gold im besagten Kanal befindet. Wenn die Bullen das Ruder ergreifen, können wir auch schnell neue Hochs sehen.

Auf langfristige Sicht tippen bereits jetzt schon eine Fondsmanager, dass Gold in den kommenden Jahren im Bereich von 3.000 US-Dollar liegen kann. Das wäre eine Verdopplung zum aktuellen Preis! Seien Sie also nicht zu geizig mit Ihren Stopps, wenn Sie jetzt auf einen steigenden Goldpreis wetten. Es kann sicher noch einmal 50 US-Dollar nach unten gehen. Vielleicht auch noch mehr. Aber das sehen viele inzwischen als vermutlich letzte Chance, um günstig einzukaufen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.