Dax schließt unverändert

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Weiter wie gehabt – dieses Motto verfolgten am Mittwoch die Europäischen Zentralbanker ebenso wie die Dax-Anleger. (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Weiter wie gehabt – das galt am Mittwoch sowohl für die Europäische Zentralbank als auch für den Deutschen Leitindex.

Bei der EZB-Ratssitzung verständigte man sich erwartungsgemäß darauf, weder die Niedrigzinsen anzutasten noch am Anleihekaufprogramm zu rütteln. Mit beidem hatten Anleger gerechnet, größere Kursschwankungen blieben daher aus.

Nach einem müden Handelstag mit zäher Seitwärtsbewegung schleppte sich der Dax auf Vortagesniveau über die Ziellinie und schloss kaum verändert bei 12.231 Punkten.

Schwaches erstes Quartal

Auch für die griechischen Banken geht es erst einmal weiter wie zuvor. Die EZB bestätigte, die Liquidität der Geldhäuser über ELA-Nothilfen weiterhin sicherzustellen.

Aus den USA kamen derweil erneut ernüchternde Konjunkturdaten. Die Produktion wurde im März um 0,6 Prozent gedrosselt und fiel damit so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Das erste Quartal war damit deutlich schwächer als erhofft, was auch den Internationalen Währungsfonds veranlasste, seine Wachstumsprognosen für das laufende Jahr auf 3,1 Prozent herunterzuschrauben.

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Tagessieger ThyssenKrupp

Bei den Dax-Werten stand vor allem ThyssenKrupp weit oben auf den Einkaufslisten der Anleger. Die Aktien verteuerten sich um 1,4 Prozent und eroberten damit die Dax-Spitze, gefolgt von Eon mit einem Tagesgewinn auf ähnlichem Niveau.

Die Papiere von Lanxess und Continental waren ebenfalls gefragt und legten um 1,2 beziehungsweise 1 Prozent zu.

VW weiter abgeschlagen

Auch Deutsche Bank und Commerzbank schafften den Sprung in die Gewinnzone, ihre Anteilsscheine verzeichneten ein Plus von jeweils rund 0,7 Prozent. Etwas knapper, aber ebenfalls mit positivem Vorzeichen gingen Daimler und BMW aus dem Handel. Die Aktien der Stuttgarter legten um 0,5 Prozent zu, die Münchener um 0,2 Prozent.

Die Konkurrenz aus Wolfsburg landete hingegen auf dem letzten Platz. Die Volkswagen-Vorzugsaktie verlor 1,5 Prozent. Der anhaltende Machtkampf an der Konzernspitze trifft bei den Anteilseignern auf wenig Verständnis.

Auch die Lufthansa-Aktie stand unter Druck. Sie gab um 1,1 Prozent nach und zählte damit ebenfalls zu den schwächsten Werten im Dax.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.