Dax schwächelt dank Deutscher Bank

Der Wochenauftakt stand wieder ganz im Zeichen des neuen Jahres: Es ging abwärts.

Allerdings landete der DAX vergleichsweise sanft bei 9.736 Zählern mit einem Minus von 0,3%.

Deutsche Bank kämpft mit Bilanzschock

Besonders schlecht lief es für die Banken. Die Deutsche Bank wird am Donnerstag Details zu ihrer katastrophalen Jahresbilanz präsentieren.

Der Verlust fiel im vergangenen Jahr mit fast 7 Mrd. € deutlich verheerender aus als die Horrorszenarien der Analysten, die bereits ein Minus von etwa 5 Mrd. € prognostiziert hatten.

Angesichts des heftigen Rückschlags duckten sich am Montag viele Anleger weg.

Die Deutsche Bank bildete mit einem Abschlag von 5,5% das Schlusslicht im DAX und zog auch die Commerzbank mit ins Minus, deren Kurs um 3,6% nachgab und damit zweitschwächster Einzelwert war.

Ebenfalls schwach präsentierten sich die Automobilwerte: BMW, Daimler und Volkswagen gaben jeweils um 1 bis 2% nach. Auch der Zulieferer Continental verbuchte mit 0,3% ein leichtes Minus.

Defensive Werte gefragt

Gefragt waren demgegenüber die Fresenius-Aktien: Fresenius Medical Care eroberte die Dax-Spitze mit einem Plus von 2,5%, gefolgt vom Mutterkonzern Fresenius, dessen Papiere um 2,2% vorrückten.

Angesichts der heftigen Kursabstürze der letzten Wochen und der Unsicherheiten um die globale Konjunktur-Entwicklung sind derzeit defensive Werte besonders beliebt.

Insofern verwundert es kaum, dass sich auch Konsumgüter-Hersteller wie Beiersdorf oder Henkel auf den Einkaufslisten der Anleger wiederfanden, deren Papiere um 0,8 bzw. 1,5% klettern konnten.

Auch die Energie-Konzerne schafften den Sprung ins Plus: E.ON verteuerte sich um 1,4%, Konkurrent RWE schaffte immerhin einen Anstieg um 0,5%.

Im Fokus stehen in der neuen Woche neben den Unternehmens-Bilanzen auch 2 alte Bekannte: die Fed und der Ölpreis.

Die US-Währungshüter kommen am Dienstag und Mittwoch zusammen, um ihren weiteren Kurs zu beraten.

Der Ölpreis dürfte unterdessen weiteren Schwankungen ausgesetzt sein, was sich wiederum auch an den Finanzmärkten insgesamt widerspiegeln könnte.

26. Januar 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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