Dax startet mit leichtem Plus ins neue Quartal

Die Dax-Anleger zeigten sich am Mittwoch hin- und hergerissen zwischen ermutigenden Konjunkturdaten aus der Euro-Zone und schwächeren Zahlen aus den USA.

Während sich in Europa die Stimmung aufhellte und der Einkaufsmanagerindex auf 52,2 Zähler ansteigen konnte, wurden am US-Arbeitsmarkt zuletzt weniger neue Stellen geschaffen als erwartet.

Letzteres dämpfte die Stimmung am Frankfurter Parkett am Nachmittag. Während der Dax zunächst mit deutlichem Plus ins neue Quartal gestartet war, schmolz der Tagesgewinn bis zum Schlussgong in sich zusammen. Unterm Strich blieb ein leichtes Plus von 0,3 Prozent auf 12.001 Punkte.

ThyssenKrupp, Banken und Energiewerte gefragt

Bei den Einzelwerten eroberte ThyssenKrupp mit einigem Vorsprung die Dax-Spitze. Angeschoben durch einen positiven Analystenkommentar nebst Kaufempfehlung verteuerten sich die Papiere um 2,1 Prozent.

Auf Rang zwei folgte die Commerzbank, deren Anteilsscheine um 1,6 Prozent zulegen konnten. Auch die Deutsche Bank verbesserte sich um 1 Prozent und gehörte damit zum oberen Drittel der Dax-Werte.

Ebenfalls im grünen Bereich behaupteten sich die Energiekonzerne. RWE legte mit 1,4 Prozent kräftig zu, bei Eon reichte es hingegen nur für ein bescheidenes Plus von 0,4 Prozent.

Autobauer auf den Verkaufslisten

Unter die Räder gerieten derweil erneut die Autobauer. Insbesondere Volkswagen enttäuschte mit aktuellen Absatzzahlen. Vor allem in den USA wollen sich die Fahrzeuge der Wolfsburger nicht so recht verkaufen lassen. Die Vorzugsaktie landete mit einem Minus von 1,3 Prozent weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Ebenfalls schwach liefen Continental und BMW, deren Kurse um 0,4 beziehungsweise 0,8 Prozent nachgaben.

Besser lief es für Daimler. Der Mercedeshersteller blickte auf seiner Hauptversammlung zuversichtlich in die Zukunft und bestätigte die Geschäftsprognose für das laufende Jahr. Zudem wurde Konzernchef Dieter Zetsche für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Sein bisheriger Führungskurs erntete viel Anerkennung vom Aufsichtsrat. Die Aktie kletterte um 0,5 Prozent ins Plus.

Lufthansa weiter unter Druck

Unter Druck blieb hingegen weiterhin die Lufthansa-Aktie, die 0,2 Prozent schwächer aus dem Handel ging. Nach Angaben von Dienstagabend wusste die Airline bereits im Jahr 2009 um eine frühere depressive Phase des Co-Piloten, der in der vergangenen Woche die Germanwings-Maschine mutmaßlich absichtlich zum Absturz brachte.

Diese Information könnte eine wichtige Rolle spielen bei der juristischen Beurteilung des Sachverhalts, wenn es etwa um die Bemessung von Verantwortung und somit letztlich um Schadensersatzansprüche geht. Die betroffenen Versicherer haben bereits angekündigt, höhere Summen zurückzustellen.

2. April 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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