DAX und Amazon auf Rekordjagd

Der DAX beendet den Tag heute wohl auf einem Allzeithoch. Ist das schon der Endspurt Richtung Juli? Experte Michael Berkholz verrät es hier: (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Der DAX beendet den Tag heute wohl auf einem Allzeithoch.

Ist das schon der Endspurt Richtung Juli? Meist ist Anfang Juli ein Verlaufshoch, das erst mit der Jahresendrallye übertroffen wird.

Bei Amazon sieht es ähnlich aus: Allzeithoch und scheinbar kein Grund, warum es wieder nach unten gehen sollte.

DAX jagt die 13.000 Punkte

Heute gab es einen neuen Impuls, den die meisten Indizes mitgenommen haben. Der DAX notiert bei einem Plus von 1,2%, der NASDAQ bei 1,4% und der S&P 500 bei +1%.

Der Tages-Chart im DAX sieht wahrlich solide aus: Die gelb eingezeichnete 50-Tage-Linie läuft nahezu parallel zu den Kursen.

Viel wichtiger: Die Kurse können den Abstand ziemlich gut halten.

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Auch der Slow Stoachstic Indikator zeigt einen neutralen Bereich. Dieser Oszillator kann einen überkauften Markt signalisieren, so geschehen Anfang Mai.

Danach war auch erst einmal eine kleine Pause angesagt. Jetzt befinden wir uns Mittelfeld – bei etwa 50 Punkten.

Somit ist überhaupt kein Anzeichen zu erkennen, warum der DAX plötzlich abstürzen sollte. Das sieht aktuell nach einer entspannten Woche aus.

Die Amazon-Aktie ist 4-stellig!

Zwar notiert der größte Versandhändler der Welt nicht im DAX, sondern im S&P 500 und im NASDAQ, doch schaut der Verlauf fast identisch aus.

Lediglich im Januar war der DAX schon deutlich über der 50-Tage-Linie – da lag Amazon noch darunter. Seit der 3. Jahreswoche scheinen beide Charts denselben Kurs zu nehmen.

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Amazon hatte kürzlich etwas viel Trubel an der Börse: Die Kurse rauschten von 1.000 US-Dollar auf unter 950 US-Dollar. Doch das war nur von kurzer Dauer.

Heute eröffnete die Aktie deutlich im Plus, wurde danach etwas abverkauft und notiert trotzdem noch über der 1.000-US-Dollar-Marke.

Auch hier ist der Slow Stochastic noch entspannt. Zwar sind seine Werte ein bisschen höher als beim DAX, aber noch kein Grund sich für einen Short bereitzumachen.

Die Amazon-Aktie hat demnach noch Luft nach oben, bevor der Oszillator ein Verkaufs-Signal gibt.

Wie wird der Gewinn bei Optionen berechnet?

Optionen-Händler reden hier gerne vom ROI, also dem Return of Investment. Das bedeutet letztlich nichts anderes als wie viel vom eingesetzten Kapital den Gewinn ausmacht.

Haben Sie 100.000 € in Ihrem Depot und erwirtschaften 10.000 €, so haben Sie einen ROI von 10% (10.000 / 100.000 = 0,1).

Doch auch hier kann geschummelt werden: Es gibt Börsendienste, die die einzelnen Gewinne addieren, um besser dazustehen.

So können 5 Gewinntrades à 20% gerne einmal als 100% vermarktet werden, was aber natürlich nicht stimmt.

Denn wenn Sie ein Depot mit 100.000 € haben und 20% Profit mit einem Trade machen, haben Sie hoffentlich nicht 20.000 € Gewinn gemacht.

Denn dann hätten Sie das gesamte Depot riskiert bei diesem Trade.

I. d. R. sieht es so aus, dass 5% investiert werden. Das wären 5.000 €. Wenn Sie nun die 20% davon als ROI annehmen, haben Sie 1.000 € Gewinn gemacht.

5 von diesen Trades machen am Ende also 5.000 € Profit.

Das ist immer noch ordentlich und eben auf der sicheren Seite – aber keine 100% Gewinn, sondern letztlich „nur“ ein ROI von 5%.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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