DAX: Verkaufs-Signal im 4-Std.-Chart

Der DAX pendelt weiterhin über und unter der 12.000-Punkte-Marke.

Was machen Trader, wenn der Chart Ping Pong spielt? – Richtig: Sie gehen in ein kleineres Zeitfenster und schauen nach noch kurzfristigeren Trades.

Trendfolger signalisieren Verkauf

Der 4-Std.-Chart des DAX in Kombination mit dem MACD Trendfolge-Indikator ermöglicht einen Short-Trade über maximal mehrere Tage.

Viel mehr kann solch ein Indikator im kurzfristigen Chart Ihnen selten verraten.

chart_27.03.

Wie Sie sehen, hat der DAX derzeit oft einige grüne Kerzen in Folge und dann wieder ein paar rote.

Die Frequenz des Hin und Hers nimmt langsam ab. In den ersten 2 Handelswochen im März hat sich rot und grün fast alle 4 Std. abgewechselt.

Bereits vor 1 Woche hat der MACD an ähnlicher Stelle ein Verkaufs-Signal generiert. Danach verlor der DAX 150 Punkte.

Im Tages-Chart sieht der MACD derzeit übrigens relativ nichtssagend aus. Auf ein großes Signal warten hier Fans des Indikators seit Wochen vergeblich.

All dies sind weitere Gründe sich momentan in Geduld zu üben. Immerhin, einen Lichtblick gibt es: Die Kurse stürzen nicht ab. Oder kommt bald der Fall?

EZB uneinig über Geldpolitik

Wenn jemand seit Jahren die Märkte bewegen kann, dann ist das die EZB mit ihren Aussagen.

Chefsvolkwirt Peter Praet ist aktuell dafür den Kurs der EZB zu halten; also keine Änderungen an den Zinsen vorzunehmen.

Zur Diskussion steht dies überhaupt nur aufgrund der etwas höheren Inflation im Euroraum. Praet hält diese aber für einen temporären Effekt und nicht für nachhaltig.

EZB-Mitglied Sabine Lautenschläger sitzt sogar im Direktorium der Notenbank. Sie befürwortet dagegen einen „Wandel in der Geldpolitik“.

Ausschlaggebend ist Ihrer Meinung nach die Inflations-Schwelle von 2%. Sofern die Daten zeigen, dass dieses Ziel anvisiert wird, solle die EZB schnell handeln können.

Was haben die EZB und der DAX gemeinsam? Beide können sich derzeit nicht für eine Richtung entscheiden.

Alles wartet auf den großen Knall oder das große Event, dass den Börsianern den neuen Weg weist.

Das kann plötzlich kommen. Behalten Sie deshalb Ihren Zeigefinger auf der Maus! Aber noch einmal: Geduld ist im aktuellen Umfeld das A und O.

Optionen: Amerikanisch oder Europäisch?

Bei Termingeschäften haben Sie als Käufer einer Option die Qual der Wahl:

Möchten Sie in einem festgelegten Zeitraum die Option ausüben? Dann muss dieses Termingeschäft eine amerikanische Option sein.

Denn im Gegensatz dazu findet die Abrechnung bei der europäischen Option ausschließlich zu einem vorher bestimmten Datum statt.

Die amerikanische Version ist demnach flexibler für Sie als Anleger, denn Sie können jederzeit – innerhalb der Frist – handeln.

Lassen Sie sich aber von den Bezeichnungen nicht irritieren! Auch europäische Emittenten verkaufen amerikanische Optionen und umgekehrt.

Das hat auch nichts mit dem Herkunftsland des Basiswerts zu tun. Es ist einfach die Beschreibung, wie die Optionen gehandelt werden.

27. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt