DAX: Vorsicht, Sandbank!

Passend zu den Temperaturen geht der DAX gerade baden. Vielmehr macht er im Moment den Eindruck auf eine Sandbank aufgelaufen zu sein. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Passend zu den Temperaturen vor allem in Süddeutschland geht der DAX gerade Baden. Vielmehr macht er im Moment den Eindruck auf eine Sandbank aufgelaufen zu sein.

Kurz vor dem offiziellen Sommeranfang (in 9 Tagen) zeigt der DAX Frühjahrsmüdigkeit. Die Kurse befinden sich auf dem Niveau von Mitte Mai und es fehlen die Impulse.

Pfingstferien im DAX

Die Ruhe vor dem Sturm? Oder einfach nur tote Hose? Es wirkt ein bisschen wie letzteres.

Denn es ist allgemein wenig los im Markt. Beim DAX stechen demnächst zwei Durchschnitts-Linien ins Auge. Beide habe ich für Sie im Tages-Chart eingezeichnet.

Die 50-Tage-Linie – in gelb eingezeichnet – gibt aktuell noch keinen Grund zur Aufregung.

Der DAX befindet sich fröhlich über ihr und wir haben noch bis etwa Ende des Monats, bis die Kurse auf sie treffen – vorausgesetzt, der DAX verläuft weiterhin in einer Seitwärts-Phase.

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Spannend ist dagegen die blaue Linie: Dabei handelt es sich um den Durchschnitt der vergangenen 20 Tage.

Die Kurse pendelt zwar wie in der Vergangenheit immer um die Linie herum. Jedoch ist der Verlauf der Linie etwas besorgniserregend.

Denn die 20-Tage-Linie bewegt sich bereits waagrecht, und das ist definitiv kein gutes Zeichen.

Natürlich darf das ein paar Tage vorkommen. Jedoch schauen stabile Aufwärtstrends anders aus.

Die aktuelle Zeit, in der sich der DAX apathisch verhält, könnte ein Signal für das vorläufige Ende der Fahnenstange sein.

Es wäre jetzt auch nicht ungewöhnlich, wenn der DAX bis zum Herbst eine Verschnaufpause einlegt und erst im Oktober wieder Gas gibt.

Bedenken Sie aber dabei den durchschnittlichen Saisonverlauf des DAX, den ich Ihnen vor wenigen Wochen gezeigt habe.

Es wird keine Zinswende gebenDie Zeiten, in denen es für das Sparbuch einen Guthabenzins von drei Prozent und mehr gab, sind endgültig vorbei. › mehr lesen

Dort geschieht zwischen Ende Juni und Mitte Mai oft noch ein Sprung nach oben. Ganz abschreiben sollten Sie den DAX deshalb noch nicht.

Das liegt auch an der oben erwähnten 50-Tage-Linie. Erst wenn der Kursverlauf die Linie nach unten hin kreuzt, wäre das ein Grund dafür, die Stirn in Sorgenfalten zu legen.

Bis dahin genießen Sie das Wetter und Börsen, die zumindest aus Anlegersicht wenig Arbeit bedeuten.

Optionen-Mythos: das 2:1 Chance-Risiko-Verhältnis

Viele Anbieter lehren Ihre Kunden, dass es extrem wichtig ist, immer ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1 zu haben.

Das bedeutet, für jeden Euro den Sie einsetzen, sollten Sie am Ende 2 € ausbezahlt bekommen. Sie machen also 100% Profit.

Das kann bei Hebelzertifikaten und anderen Investments durchaus eine sinnvolle Basis sein, auf der Sie sich Ihre Trading-Ideen aufbauen können.

Bei Optionen ist dies allerdings völlig anders. Sie werden nicht immer einen Trade finden, der Ihren Einsatz verdoppeln kann.

Das ist auch gar nicht nötig. Vielmehr gilt es solch ein Setup zu vermeiden. Denn die Chance ist nicht 50% oder größer, dass der Tradingplan auch aufgeht.

Nehmen wir als Beispiel Fußballwetten: Setzen Sie hier auf ein Resultat, das eine Quote von 2,0 hat, bekommen Sie Ihren doppelten Einsatz im Gewinnfall wieder heraus.

Wer aber schon öfter gewettet hat, kann Ihnen sagen, dass solch eine Strategie utopisch ist. Denn die Chance auf einen Sieg bei einer Quote von 2,0 ist nicht 50%. Sie liegt deutlich darunter.

Setzen Sie auf Favoriten

Genauso ist es bei den Optionen: Nehmen Sie lieber massenhaft Gewinne im Bereich 20 – 50% mit und bauen Sie so Ihr Portfolio weiter auf!

Nicht umsonst heißt ein Trading-Service von Michael Sturm auch „30-Prozent-Trader“.

Denn genau in diesem Bereich bewegen wir uns dort und schließen überdurchschnittlich viele Gewinn-Trades ab. Setzen Sie einfach auf Favoriten – die gewinnen nämlich meistens!


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.