DAX: Wann kommt der nächste Abwärtsschub?

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Morgen kann es wieder nach oben krachen! 200 Punkte würden ja schon reichen, damit wir am ersten Ziel angekommen sind. (Foto: Deutsche Börse AG)

Die Talfahrt haben wir im DAX über das Wochenende vollzogen. Bei 10.860 Punkten sind wir am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Dann war 1. Mai und damit Feiertag. Noch zwei Tage Wochenende hinterher und schon steht der DAX 300 Punkte tiefer.

Bei 10.543 Punkten sind wir heute im Xetra-Handel gestartet. Danach wackelte der DAX ein bisschen hin und her. Am Ende des Tages ist heute aber nicht viel passiert. Das kommt gerne vor, nach einem derart großen Gap. Die Frage ist doch jetzt viel mehr:

Wie hoch läuft der DAX jetzt noch bis zum nächsten Abwärtsschub?

Da können wir einmal in den 15-Minuten-Chart schauen. Fibonacci ist da gerne eine Hilfe. Wir schauen uns einmal an, in welchen Bereich die Erholung vordringen könnte.

Die 38er Erholung liegt bei 10.735 Punkten aus aktueller Sicht. Sollte es morgen noch ein tieferes Tief geben, rutschen die Retracements natürlich entsprechend runter.

Nächster Halt wäre die 50er Marke bei 10.830 Punkten. Das wäre insofern witzig, weil der DAX dann die Kurslücke nicht sauber schließen und viele Händler somit austricksen würde. Nicht ganz untypisch für unseren DAX. Vielleicht geht es aber sogar wieder bis zu 10.926 hoch, bevor der Index nach Süden dreht und der nächste Abverkauf startet. Jetzt müssen Sie auf jeden Fall nicht blindlings short gehen.

Dazu brauchen Sie einen Trigger. Also einen Auslöser, warum der Chart Ihnen jetzt sagt, dass fallende Kurse wahrscheinlich sind. Unter das Tief bei 10.426 Punkten wäre auch eine Variante. Schließen wir dort per Stundenkerze, ist das auch ein passenden Zeichen. Doch momentan schiebt der DAX einfach nur zur Seite und zeigt keinen Trend an.

Chartanalyse der 2. Streich

So, jetzt kennen wir die möglichen Rücklaufmarken, aber müssen eigentlich raten, wo der DAX drehen kann. Wie bekommen wir etwas mehr Informationen, wann es wirklich passieren könnte?

Wir schieben den DAX nach rechts und zoomen etwas heraus. Im Stundenchart schauen wir in die Vergangenheit, welche Punkte mögliche Widerstände sein können. Wir spekulieren immer noch darauf, dass es jetzt nach dem Abverkauf seit Donnerstag einen Rücksetzer nach oben gibt. Aber bis wohin?

Das 62er Retracement bei 10.926 wirkt jetzt so richtig unattraktiv. An dieser Stelle ist im Chart überhaupt nichts passiert. Da sieht das 50er Retracement schon ganz anders aus. Zumindest der Bereich um diese Marke. Am 14. April hat sich der DAX dort schon einmal den Kopf angehauen. Am 28. und 29. April schlängelte er sich um diese Zone herum.

Ähnlich gut sieht es aber auch für das 38er Retracement bei 10.735 Punkten aus. Da gab es bereits einige Widerstände von beiden Seiten. Gerade die letzte Bewegung sieht dafür ganz passend aus. Also warten wir einmal ab und halten die Füße still. Nicht traden, kann auch viel Geld bringen, vor allem, weil Sie in der Zeit nichts verlieren können.

Turnaround Tuesday mit Ansage?

Morgen kann es wieder nach oben krachen! 200 Punkte würden ja schon reichen, damit wir am ersten Ziel angekommen sind. Schauen wir einmal, wie der morgige Handelstag verläuft. Dass der DAX uns mit einem direkten Abverkauf überrascht, kann natürlich auch immer sein. Das wäre dann aber abhängig von Nachrichten. Wenn nichts spannendes passiert, gilt der obige Plan.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.