DAX: Was Sie im 2. Halbjahr erwarten können

Trotz des jüngsten Rücksetzers ist der Aufwärtstrend beim DAX intakt. Die Chancen für weitere mittelfristige Kurssteigerungen stehen gut. (Foto: Deutsche Börse AG)

Das 1. Halbjahr liegt hinter uns – Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Ausblick auf die Perspektiven für die 2. Jahreshälfte:

Positive Zwischenbilanz

In der letzten Handelswoche des 1. Halbjahres wurde es etwas turbulenter: Mit einem Minus von 3,2% verbuchte der DAX den größten Wochenverlust des laufenden Jahres.

Ein deutlicheres Minus hatte der deutsche Leitindex zuletzt Anfang November 2016, kurz vor der Präsidentschaftswahl in den USA, verzeichnet.

Dennoch fällt die Bilanz zur „Halbzeit“ erfreulich aus:

Der DAX verbesserte sich in den ersten sechs Monaten um gut 7%. Nur eine Woche zuvor hatte der Index bei 12.952 Punkten sogar ein neues Allzeithoch erreicht.

Zinsängste sind unbegründet

Auslöser für die Gewinn-Mitnahmen in der Vorwoche waren Zins-Ängste.

Äußerungen von EZB-Chef Draghi, dass sich die Erholung in der Euro-Zone festigt, interpretierten die Anleger als Indiz für ein baldiges Ende der lockeren Geld­politik.

Diese Angst ist aus meiner Sicht völlig unbe­grün­det. Angesichts der Schuldenberge vieler Staaten ist ein Ende der Niedrigzinsen auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Lediglich das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe wird die EZB in naher Zukunft wohl reduzieren. Für die Aktienmärkte erwarte ich dadurch jedoch keine negativen Folgen.

Solange die Zinsen auf einem derart niedrigen Niveau liegen, gibt es zu Aktien schlicht keine ernsthafte Alternative.

Deutsche Aktien sind nach wie vor moderat bewertet

Skeptiker, die nicht müde werden vor einem massiven Einbruch zu warnen, führen als Argument immer wieder die hohe Bewertung an.

Das mag für manche Branchen richtig sein, für den Gesamtmarkt gilt dies jedoch nicht.

Stand Ende Juni weisen die 30 DAX-Unternehmen ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,6 auf. Dies liegt sogar unter dem historischen Durchschnitt.

Die nach wie vor moderate Bewertung lässt durchaus Luft für weitere Kurssteigerungen – gerade vor dem Hintergrund, dass die Firmengewinne kräftig steigen.

Und diese sind nun einmal der wichtigste Antriebsfaktor für die Aktienkurse.

Aufwärtstrend ist ungebrochen

Die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Kurse, die im 1. Halbjahr ungewöhnlich niedrig war, hat zuletzt wieder zugenommen.

Ich gehe davon aus, dass wir uns auch in der 2. Jahreshälfte auf etwas höhere Schwankungen einstellen müssen.

Nach dem Kurs-Anstieg der vergangenen Monate (seit der US-Wahl hat der DAX in der Spitze um 27% zugelegt) sind zwischenzeitliche Rücksetzer wie in der vergangenen Woche völlig normal – und gesund.

dax

Zumindest bislang gibt es aber keine Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende.

Der DAX ist mit den jüngsten Einbußen wieder in den Bereich seines alten Höchststands aus dem Jahr 2015 (12.392 Punkte) zurückgefallen.

Selbst wenn sich die Korrektur kurzfristig noch ausweiten sollte, ändert dies nichts daran, dass der langfristige Trend unverändert nach oben zeigt.

Kann sich der DAX in der Region um 12.400 Punkte jedoch stabilisieren, steigen die Chancen für eine baldige Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends.

Gelingt der Ausbruch auf neue Hochs, halte ich auf Jahressicht einen DAX-Stand von mindestens 13.500 Zählern für realistisch.

Neue Impulse erwarte ich durch die Berichtssaison für das 2. Quartal, die Mitte Juli beginnt.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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