DAX weiterhin in Seitwärtsphase gefangen. Wann kommt der Ausbruch?

Deutschland Aktien shutterstock_401691988 gopixa

Das Pendel schwingt weiter und der DAX tritt auf der Stelle. Nur wenige Indizes haben momentan die Kraft sich zu bewegen. Der DAX ist keiner davon. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Sind Sie schon bereit für den nächsten Crash? Das Sentiment beim DAX ist immer noch bärisch. Die meisten Privatanleger glauben also daran, dass die Preise demnächst wieder fallen. Genau so ein Umfeld ist meist optimal für den DAX, um schnell ein paar Punkte nach oben zu ziehen. Wobei die Bären langsam weniger werden.

Viel Luft ist nach oben allerdings nicht mehr. Das haben die US-Börsen in den vergangenen Tagen gezeigt. Aber ist der Deckel jetzt wirklich drauf? Vielleicht bringt der Verfall am Freitag noch einmal Bewegung.

DAX im Monatschart

Heute haben ich Ihnen einmal einen außergewöhnlichen Chart mitgebracht. Sie sehen hier den Monatschart vom DAX in logarithmischer Darstellung.

Was hier besonders interessant ist: Schauen Sie sich die Retracements genau an. Zwischen dem 23,6er Retracement und dem 38,2er Retracement pendelt der DAX bereits seit Wochen.

Dieser langfristige Chart zeigt uns also genau, dass der DAX diese Marken erkennt und für wichtig erachtet. Laufen wir also nachhaltig über 11.100 Punkte hinaus, haben die Bullen gute Chancen. Andersherum fallen wir erst unter 9.300 Punkten in Bären-Territorium.

Wenn Sie sich eine Trendlinie an den unteren Punkten im Chart vorstellen, verläuft diese aktuell unter unseren Kursen. Das bedeutet, dass wir aktuell weiterhin im langfristigen Aufwärtstrend sind. Momentan natürlich eher in einer Bärenmarktrallye – vielleicht in einem Meltup. Beim NASDAQ definitiv. Hier will jeder noch rein, koste es, was es wolle. Der DAX und auch der S&P 500 sind davon nicht betroffen. Wir schieben hier weiterhin seitwärts.

DAX mit Kursziel 20.000 Punkte

Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Wenn Sie sich die folgende Chartformation anschauen, kommen Sie vielleicht zum selben Ergebnis. Der DAX hat ungeheures Potential nach oben, aber natürlich erst, wenn das Thema Corona verabschiedet wurde.

Hier sehen Sie ein Dreieck im Wochenchart des DAX. Beginnend im Jahre 2018 hat der DAX immer tiefere Tiefs produziert, die aber alle auf einer Linie liegen. Wenn wir diese Abwärtslinie verlängern, wären im September beispielsweise Kurse um 7.000 Punkte möglich. Doch das nur nebenbei.

Viel wichtiger ist die aktuelle Höhe des Dreiecks. Denn aus dieser kann man die nächsten Kursziele ableiten. Die Höhe wird oft in eine der beiden Richtungen aufgelöst. Nach unten – dann ständen wir bei etwa 2.000 Punkten im DAX. Das wird wohl nicht passieren. Also bleibt uns nur die Flucht nach oben. Somit hätten wir bei dieser Betrachtung ein Ziel von knapp 20.000 Punkten.

Nehmen wir nicht die Xetra-Kurse, sondern sogar noch das außerbörsliche Tief im März unter 8.000 Punkte, kommen wir auf eine größere Höhe. Somit sind die 20.000 Punkte also locker machbar.

Hier gibt es leider kein Zeitfenster. Vor allem brauchen wir erst einmal neue Allzeithochs. Dann können wir weiterdenken. Die 20.000 Punkte werden sicherlich eine gigantische psychologische Marke sein. Geben wir dem DAX einmal eine Dekade Zeit. Mal schauen, wann wir die 20.000 erreicht haben.

Dax30 – Was machen die Hexen?

Dax30 – Was machen die Hexen?Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters John Gossens Daily Dax. Täglich analysiere ich zwei Mal für Sie die internationalen Aktienmärkte und morgens starten wir immer mit dem Blick… › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.