DAX: Weniger Aktivität ist manchmal besser für Ihren Investment-Erfolg

Kennen Sie dieses Gefühl?

Sie haben gerade eine Aktien-Position mit einem hübschen Gewinn oder auch einem herben Verlust verkauft.

Oder Sie haben für Ihr Depot einen Geldzufluss aus einer anderen Quelle erhalten.

Nun muss diese Barschaft aber auch zügig wieder investiert werden – schließlich soll das Geld ja „arbeiten“, um einen Ertrag für Ihr Portfolio zu erwirtschaften!

Agieren Sie „weise“!

Richtig? – Nicht immer! Manchmal ist es „weiser“, einmal NICHT am Aktienmarkt AKTIV zu sein.

Und es ist eine wirklich ganz üble Idee, nur deshalb gleich wieder zu investieren, WEIL man gerade einen hübschen Gewinn oder einen üblen Verlust erzielt hat.

Wer so handelt, lässt sich bei seinen Investments vom Bauchgefühl leiten – und das geht zumeist daneben…

August und September sind ein gefährliches „Börsen-Pflaster“

Hier hatte ich beispielsweise frühzeitig auf das mögliche „Sommerloch“ am deutschen Aktienmarkt hingewiesen.

Zuletzt hatte ich Sie am 25. und 26. Juli darauf aufmerksam gemacht:

„Die statistische Auswertung der Monats-Ergebnisse des DAX seit 1960 deutet also in der Tat darauf hin, dass wir im August / September ein „Sommerloch“ und im letzten Quartal 2017 eine „Jahresend-Rallye“ erwarten dürfen.

Das wahrscheinlichste Szenario für mich ist:

Der DAX vollzieht, wie schon im Vorjahr, eine leicht abwärts gerichtete Seitwärts-Bewegung. Dabei könnte es auch erneut wieder recht volatil zugehen.

Ab Oktober sehen wir dann – sozusagen als Ausgleich für die überlange Seitwärts-Abwärts-Bewegung – eine tolle Jahresend-Rallye, die den DAX durchaus um mehr als +10% nach oben hieven kann.“

Einfach einmal nur zuschauen

Es war mithin „weise“, im August zunächst einmal das Börsen-Geschehen von der Seitenlinie aus zu verfolgen.

Das musste NICHT bedeuten, dass Sie Ihr Depot Ende Juli 2017 komplett in Bargeld verwandeln.

Wichtiger war es, den Aktienmarkt einfach nur zu beobachten und im Falle bedeutsamer Veränderungen darauf zu reagieren.

Schauen wir doch einfach einmal auf den DAX, wie er sich seit Ende Juli präsentiert hat:

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DAX im August: Wie erwartet – DAX im September: Überraschender Trendbruch

DAX im August: Wie erwartet

In der Grafik habe ich Ihnen den Handelsverlauf im August 2017 blau unterlegt. So finden Sie meine Kernaussage von Ende Juli 2017 schnell bestätigt:

„Leicht abwärts gerichtete, aber recht volatile Seitwärts-Bewegung“.

Der DAX beendete den Juli bei 12.118 Punkten und markierte am 29. August 2017 bei 11.868 (-250 Zähler bzw. -2,1%) ein 5-Monats-Tief.

Dazwischen lagen Index-Rücksetzer von 402, 280 und noch einmal 401 Punkten. Mit 12.055 schloss der DAX im August gerade einmal 63 Zähler niedriger.

DAX im September: Überraschender Trendbruch

Im Chart finden Sie jedoch auch noch etwas Erstaunliches: Am 6. September 2017 durchbrach der DAX seinen Mitte Juni eingeleiteten Abwärtstrend.

Zu Beginn dieser Woche konnte erstmals seit dem 21. Juli 2017 der Widerstand bei 12.390 (ehemaliges Allzeithoch) wieder überwunden werden.

Der Trendbruch wird zudem vom 50-Tage-Momentum bestätigt.

Das bietet angesichts des am Freitag anstehenden „Hexensabbat“ zwar noch keine Trend-Gewissheit. Doch nach meiner Erfahrung hat der Markt ein sehr gutes Gespür für Trends.

Und er neigt dazu, immer wieder gerne das zu tun, was die Mehrheit der Anleger NICHT erwartet hat.

Fazit und Empfehlung

Nur weil Sie gerade etwas Barschaft auf Ihren Konten liegen haben, sollte dies auf keinen Fall Ihre Motivation zum Investieren sein.

Das gilt besonders dann, wenn Sie schon im Voraus wissen, dass eine turbulente Börsen-Phase, wie wir sie im August und September traditionell erleben, vor der Tür stehen könnte.

Für den DAX galt das in diesem Jahr in besonderem Maße, da der Trend bereits seit Juni abwärts gerichtet war.

Schließlich wissen Sie nicht im Vorhinein, wie tief eine Abwärts-Bewegung führen kann.

Daher ist es „weiser“, mit Ihren Investments auf Signale zu warten, die vom Markt generiert werden.

Und solche Markt-Signale zu erkennen, geht nun einmal am einfachsten mit Hilfe der Charttechnik.

Im Falle des DAX war es, wie von mir erwartet, also gut und richtig, im August zunächst einmal lediglich zuzuschauen.

Nur mit meiner Einschätzung, dass wir ab Oktober eine Jahresend-Rallye sehen könnten, lag ich wohl daneben.

Aber damit kann ich gut leben, denn:

Nun hat der deutsche Leitindex – durchaus überraschend schon 2 ½ Wochen VOR der anstehenden Bundestagswahl – einen Trendwechsel eingeleitet.

Und es war und ist damit früh genug, wenn Sie aufgrund der charttechnischen Signale JETZT aktiv werden!


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11. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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