DAX wieder unter 13.000 – stürzt punktgenau auf Trendlinie

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Ende der Woche könnten wir somit bei knapp 12.910 stehen, wenn die Kurse weiter mit der Linie kuscheln. Meist geht nach diesem Paarlaufen die Trennung recht schnell. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Sie müssen gar nicht an Charttechnik glauben. Es reicht, wenn es der Rest der Trader macht. Das zeigt nämlich der DAX heute wieder einmal mustergültig. Wir haben uns oben bei rund 13.150 den Kopf angehauen und sind umgekippt. Die Trendlinie von den Sommerhochs hat uns heute butterweich aufgefangen.

DAX im 2-Stundenchart

Hier sehen Sie, warum es sich lohnt, Trendlinien nicht sofort zu löschen. Heute gab es einen Kuss auf die Linie, die seit Anfang September startete.

Doch das ist jetzt kein Grund blind den DAX zu kaufen. Wir hatten an der Linie bei circa 12.960 Punkte eine kleine Gegenbewegung. Die habe ich intraday sogar mitgenommen. Bei kurz vor 13.000 Punkten bin ich aber schon wieder ausgestiegen, weil der DAX einfach nicht genug Stärke gezeigt hat.

So kam es dann auch, dass der DAX nach dem Test der Trendlinie weiterhin zwischen ihr und der 13.000 pendelte.

Kritische Zone

Denn genau hier entscheidet sich jetzt der DAX, wie es weitergeht. Sollten wir die Trendlinie nach unten brechen, haben wir mehrere hundert Punkte Luft Richtung Süden. Schaffen aber die Bullen die Trendwende, sollte es danach auch neue Hochs geben können.

Im schlimmsten Fall klettert der DAX jetzt seitlich nach unten an der Linie lang. Das wäre ziemlich einschläfernd. Mitte September schaute er sich die Linie schon einmal näher an. Noch drastischer war es während der letzten Woche. Gerade hier im 2-Stundenchart. Da hat der DAX mehrere Kerzen hintereinander direkt daran gestellt. Danach gab es einen Befreiungsschlag nach oben. Der aber nur in einem Versuch endete. Mehr als gut 13.150 waren nicht drin. Jetzt stehen wir sogar wieder tiefer also zuvor. Aber der Oberseite hält uns jetzt die 13.150 in Schach. Auf der Unterseite die Trendlinie, die immer weiter fällt.

Ende der Woche könnten wir somit bei knapp 12.910 stehen, wenn die Kurse weiter mit der Linie kuscheln. Üblicherweise geht nach diesem Paarlaufen die Trennung recht schnell. Das war auch schon Mitte September so. Als der DAX sich endlich lösen konnte, gab es 1.000 Punkte Kursverlust.

Wenn wir das noch einmal vor der US-Wahl erleben –  das ist nicht ausgeschlossen – geht es in der Regel danach aber auch schnell wieder hoch. Den großen Crash am Horizont sehe ich heute noch nicht. Vielleicht hilft eine Reformation des DAX. Mehr Werte und anders aufgeteilt. Das steht im Raum. Wie das genau aussieht, dazu schreibe ich Ihnen morgen etwas mehr und dann beleuchten wir auch, wie das Jahr nach der US-Wahl für den DAX aussehen kann.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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