DAX zeigt vorsichtig Stärke | Lufthansa bestärkt den Abwärtstrendkanal

DAX und Lufthansa befinden sich beide in einem Abwärtstrendkanal. Wir sehen hier gute Beispiele dafür, welche Zeitpunkte falsch für einen Verkauf wären. (Foto: Markus Mainka / shutterstock.com)

Der DAX lag gestern schon wieder bei 12.124 Punkten. Dort ist aktuell ein solider Widerstand. Selbst im dritten Anlauf haben die Bären es nicht geschafft diese Hürde zu überwinden. Heute gab es prompt das Echo der Bullen. Wenngleich das noch sehr zart war. Die heutigen Kurse kennen wir bereits vom Mittwoch vergangener Woche. Und auch hier war diesmal nicht viel mehr drin. Wir sehen den DAX weiterhin im Abwärtstrendkanal. 20-Tagelinie und 200-Tagelinie sind 250 Punkte bzw. 400 Punkte entfernt.

In diesem Bereich kann der DAX jetzt noch eine ganze Weile pendeln. Nach oben begrenzt die SMA-20 und danach die SMA-200. Selbst wenn wir aktuell darüber gehen würden, wäre dann noch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Allzu viele Zeichen stehen demnach nicht auf Sturm.

Für die kommende Woche könnte es also durchaus sein, dass wir Kurse zwischen 12.124 auf der Unterseite und den altbekannten 12.600 Punkten sehen werden. Alles, was außerhalb von diesem Bereich passiert, ist von Bedeutung. Alles, was innerhalb passiert, ist leider überhaupt nicht spannend.

Aktienkurse der Lufthansa im Sinkflug

Wir hatten die fallenden Kurse der Lufthansa bereits in der vergangenen Woche analysiert. Das aktuell Bild zeigt: Es bildet sich ein deutlicher Abwärtstrendkanal. Kein gutes Zeichen für Lufthansa-Aktionäre. Denn das kann hier noch eine Weile so weitergehen. Schauen Sie sich den folgenden Chart an.

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Der RSI-Indikator ist schwer im roten Bereich. Gleichzeitig sind die Kurse am unteren Ende des Trendkanals angekommen. Zeit für steigende Kurse? Eventuell. Allerdings wird es nicht sonderlich hoch hinaus gehen. Spätestens bei etwa 22 Euro sollte der Lufthansa der Sprit ausgehen – und das auch nur, falls die Kurse jetzt tatsächlich schnell steigen.

Dass die Kurse überverkauft sind, zeigt der RSI an. Diesen Zustand kann er aber auch abbauen, wenn die Kurse jetzt seitwärts verlaufen, bevor sie dann weiter fallen.

Wäre die Lufthansa-Aktie jetzt bereits über 22 Euro und damit am oberen Rand des Abwärtstrendkanals, könnten wir uns überlegen, ob wir auf fallende Kurse setzen. So wie es jetzt aussieht, wäre ein Einstieg eher riskant, weil die Aktie derzeit in beide Richtungen steuern kann und dabei weiterhin im Kanal bleibt.

Hier heißt es also abwarten, bis die Kurse entweder den Trendkanal verlassen oder an die obere Begrenzung laufen. Dann könnten wir solch ein Zwischenhoch verkaufen und würden vor allem mit dem Trend handeln und nicht gegen ihn.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.