DAX30: Continental mit starkem Schlussquartal

Der deutsche Aktienmarkt tritt im neuen Börsenjahr weiterhin auf der Stelle. Heute verlor der DAX leicht und sackte auf 11.563 Punkte ab.

Für einen neuen Aufwärtstrend benötigt der Aktienmarkt positive Impulse – diese sind in Sicht:

In diesen Tagen beginnt die neue Berichts-Saison, in der die Unternehmen ihre Zahlen für das 4. Quartal 2016 bzw. für das Gesamtjahr melden.

Der im DAX gelistete Auto-Zulieferer und Reifen-Spezialist Continental meldete am heutigen Montag Vorabzahlen für das Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres.

Dank der guten Abschneidens im 4. Quartal 2016 kündigte Conti zudem an, das zuletzt gesenkte Margenziel im Geschäftsjahr 2016 erreicht zu haben.

Die Vorabzahlen im Überblick

Der operative Gewinn von Continental wurde durch Kosten für Rückrufe, Kartellstrafen und höhere Entwicklungs-aufwendungen belastet.

Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) belief sich nach den heute veröffentlichten Eckdaten auf gut 4,3 Mrd. € – das sind rund 3% weniger als im Vorjahr.

Unterdessen kletterte der Umsatz um 3% auf 40,5 Mrd. €.

„Das Netto-Ergebnis liegt trotz mehrerer Einzel-Ereignisse, die das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres negativ belasteten, knapp über dem des Vorjahrs“, teilte der Konzern weiterhin mit.

Die operative Rendite lag 2016 mit 10,7% auf dem von Continental angepeilten Niveau. Damit hat man die im Oktober 2016 gesenkte Prognose für das vergangene Geschäftsjahr erreicht.

Conti hatte im vergangenen Jahr zunächst die Prognose angehoben, dann aber aufgrund verschiedener Belastungs-Faktoren wieder senken müssen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 will der DAX-Konzern den Umsatz um 6% steigern, wie Continental-Chef Elmar Degenhart am Rande der Automesse in Detroit ankündigte.

Die Marge soll abermals bei über 10,5% liegen.

Die Umsatz-Steigerung im laufenden Jahr soll auch dank der zunehmenden Vernetzung von Autos und aufgrund steigender Elektromobilität zustande kommen.

Denn Conti ist in diesen beiden Bereichen gut aufgestellt und profitiert damit von den genannten Entwicklungen.

Da Conti nach den wechselhaften Erfahrungen 2016 vorsichtig planen dürfte, halte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass am Ende des laufenden Geschäftsjahres bei Umsatz und Gewinn noch etwas mehr zu Buche steht, als es jetzt angekündigt wurde.

Conti-Aktie bleibt einen Blick wert

Auch wenn die Anleger auf die heute vorgelegten Vorabzahlen von Conti eher verhalten reagierten, bleibt die Aktie aus meiner Sicht einen Blick wert.

Mit einem für 2017 erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 12 ist die Conti-Aktie für einen breit aufgestellten und auf die zukünftig wichtigsten Veränderungen in der Automobil-Branche bestens eingestellten Auto-Zulieferer günstig bewertet.

Zwar hat die Conti-Aktie seit ihrem Zwischentief im Oktober 2016 schon wieder um rund 18% zugelegt, von ihren Höchstständen aus dem Jahr 2015 (bei rund 230 €) ist die Aktie aber noch immer rund 20% entfernt.

9. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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