DAX30: Fresenius mit starken Zahlen

Nachdem der DAX von Mitte Februar bis Ende April von rund 8.700 auf über 10.400 Punkte geklettert ist, rutschte der deutsche Leitindex heute erstmals seit Wochen wieder unter die runde 10.000-Punkte-Marke. Die Märkte bleiben also nervös. Und DAX-Anleger hatten heute nicht viel Grund zur Freude.

Es gab jedoch auch am heutigen Tage einen DAX-Konzern, das seinen Anlegern Grund zur Freude bot. Es handelt sich dabei um den Gesundheitskonzern Fresenius, dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) ebenfalls im DAX notiert ist.

Die jüngsten Quartalszahlen im Überblick

Der Medizinkonzern Fresenius legte heute die Zahlen für das 1. Quartal 2016 vor und hat den Zahlen zufolge in allen Geschäftsbereichen zulegen können. Auch die Dialyse-Tochter FMC sowie der zum Fresenius-Konzern gehörende Klinikbetreiber Helios trugen zum Wachstum bei.

Der Gesamtkonzern steigerte in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres den Umsatz um 7% auf 6,9 Mrd. Euro. Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn (EBIT) stieg überproportional zum Umsatz um 13% auf 959 Mio. Euro.

Sehr gut entwickelte sich zuletzt die Sparte Kabi mit Infusionen, flüssigen Generika und klinischer Ernährung. Diese Sparte leistete einen großen Beitrag zum Wachstum. Fresenius profitierte hier erneut von Lieferengpässen bei Wettbewerbern in den USA sowie der Einführung neuer Produkte.

Die Dialyse-Tochter FMC steigerte ebenfalls Umsatz und Gewinn. Dafür waren vor allem Verbesserungen im US-Geschäft verantwortlich. Denn bei der Erstattung für Dialysebehandlungen hatte es in den USA zuletzt eine Anhebung gegeben.

FMC steigerte den Umsatz in den ersten 3 Monaten des Jahres 2016 um 6% auf 4,2 Mrd. US-Dollar. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich um 7% auf 540 Mio. US-Dollar. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 9% auf 228 Mio. US-Dollar. Zur Erläuterung: Bei FMC werden die Ergebnisse in US-Dollar ausgewiesen, da das Unternehmen hauptsächlich in den USA tätig ist.

Dass das Ergebnis im Vergleich zum Umsatz bei FMC schwächer ausfiel als bei der Mutter Fresenius, ist vor allem auf den im Verhältnis zum Euro erstarkten US-Dollar zurückzuführen, der das Ergebnis bei FMC belastete.

So soll es im Jahresverlauf weitergehen

Für 2016 nimmt sich Fresenius weiterhin vor, den Umsatz währungsbereinigt um 6 bis 8% zu steigern. Der bereinigte Gewinn soll um 8 bis 12% zulegen. Wenn Fresenius das Wachstumstempo des 1. Quartals halten kann, dürfte die Prognose für das Gesamtjahr zunehmend konservativ erscheinen und im Laufe des Jahres nach oben angepasst werden.

Auch FMC bestätigte nach gutem Auftaktquartal die Prognose für das Gesamtjahr. Der Dialyse-Spezialist erwartet nach wie vor ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 7 bis 10% und ein Ergebniswachstum zwischen 15 und 20%.

Angesichts der zuletzt positiven Entwicklung beim Fresenius-Konzern und den nach wie vor positiven Aussichten, dürften die Fresenius-Aktie und die FMC-Aktie auch zukünftig zu den DAX-Titeln gehören, die sich besser entwickeln werden als der Durchschnitt.

3. Mai 2016

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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