DAX30: Henkel senkt Jahresziele

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Nachdem der im DAX notierte Konsumgüterhersteller Henkel seine Jahresziele nach unten korrigierte, gab die Aktie spürbar nach. (Foto: Piman Khrutmuang/AdobeStock)

Der in Düsseldorf ansässige DAX-Konzern Henkel hat heute seine Zahlen für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt und von einer gemischten Entwicklung in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld berichtet.

Der Umsatz lag im 2. Quartal nominal und organisch in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, teilte das Unternehmen mit. Die bereinigte operative Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge), das bereinigte Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) lagen dagegen unter dem Vorjahr.

Im 1. Halbjahr 2019 erzielte Henkel eine leicht positive organische Umsatzentwicklung, während die Marge rückläufig war. Das war jedoch aufgrund der zu Beginn des Jahres angekündigten höheren Wachstumsinvestitionen so erwartet worden.

Die schwächere Entwicklung im 2. Quartal ist vor allem auf eine deutlich rückläufige Nachfrage in wichtigen Abnehmerindustrien wie der Automobilindustrie zurückzuführen. Davon wurde insbesondere das Industriegeschäft von Henkel negativ beeinflusst.

Veränderte Rahmenbedingungen

Henkel-Chef Hans Van Bylen: Wir setzen unsere strategischen Prioritäten auch in Zukunft, trotz des sich eintrübenden wirtschaftlichen Ausblicks, weiter um und setzen unsere geplanten Wachstumsinvestitionen wie angekündigt fort. Wir konzentrieren uns auf die Stärkung unserer Geschäfte und wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen, um nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen.

Gleichzeitig, so Van Bylen weiter, habe man die sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 berücksichtigt. Henkel erwartet, anders als zuvor, im 2. Halbjahr keine Belebung der industriellen Nachfrage mehr.

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Vor diesem Hintergrund hat Henkel den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt.

Das Unternehmen hatte bisher ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2 und 4% erwartet. Nun erwartet Henkel ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 0 bis 2%.

Die bereinigte operative Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge) soll für den gesamten Konzern weiterhin in der Bandbreite zwischen 16 und 17% liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) geht Henkel jetzt von einer Entwicklung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau bei konstanten Wechselkursen aus.

Zuvor wurde beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie eine Entwicklung im mittleren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau bei konstanten Wechselkursen erwartet.

Das 2. Quartal 2019 im Überblick

Schauen wir nun noch kurz auf die wichtigsten Eckdaten zum zurückliegenden 2. Quartal: Der Umsatz lag in den Monaten April bis Juni mit 5,12 Mrd. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Organisch entwickelte sich der Umsatz mit -0,4% leicht rückläufig.

Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) sank um 8,6% auf 846 Mio. Euro und fiel damit schlechter aus als von Analysten im Vorfeld erwartet. Die Henkel-Aktie notiert derzeit rund 33% unter ihrem Höchststand aus dem Sommer 2017. Ich halte diesen recht großen Abschlag für übertrieben.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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