DBAG: Es läuft nach wie vor wie am Schnürchen

Die mittelständische deutsche Beteiligungs-Gesellschaft DBAG glänzt erneut mit Top-Zahlen – DBAG-Aktie mit +40% in 4 Monaten. (Foto: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com)

Gestern hat die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) ihre Zahlen für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 (bis Ende September) vorgelegt.

Die DBAG überzeugt mit ihrem jüngsten Zahlenwerk und hat bei der Vorlage der Zahlen die im Mai angehobene Prognose für das Gesamtjahr konkretisiert.

Bevor ich gleich auf die aktuellen Zahlen, die höhere Prognose und die DBAG-Aktie eingehe, stelle ich Ihnen den Konzern kurz vor.

Die Deutsche Beteiligungs AG im Portrait

Die DBAG, die älteste Beteiligungs-Gesellschaft in Deutschland, wurde im Jahr 1965 als Deutsche Beteiligungs GmbH gegründet.

Sie ist damit nach eigenen Angaben das älteste Unternehmen in der deutschen Private-Equity-Branche.

Im Jahr 1984 erfolgte dann die Gründung der Deutschen Beteiligungs AG durch die Deutsche Bank und die SchmidtBank aus Hof an der Saale.

Die neue AG wurde von der Deutschen Beteiligungs GmbH betreut. Am 19. Dezember 1985 ging die Deutsche Beteiligungs AG an die Börse.

1996 wurde der Konzern neu strukturiert und das Management wechselte in die AG, die somit zum 1. Mal eigenes Personal hatte.

Die DBAG investiert heute aus eigenen Mitteln und verwaltet Parallelfonds.

Aktuelle Zahlen im Überblick

Die DBAG weist zum Ende des 3. Quartals des Geschäftsjahres 2016/2017 einen Nettogewinn von 78,6 Mio. € aus.

Darin enthalten sind auch die 6 bisherigen Exits (Verkäufe von Beteiligungs-Unternehmen).

Anders als bei der ersten Prognose-Anhebung um Mai dieses Jahres beinhaltet das aktuelle Zahlenwerk auch die Gewinne aus den Verkäufen von Formel D, ProXES und Schülerhilfe.

Nahezu die Hälfte des Ergebnisses nach den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist auf diese 3 Exits zurückzuführen (34,5 von 78,6 Mio. €).

Der von der DBAG per Ende Juni ausgewiesene Nettogewinn bedeutet eine Eigenkapital-Rendite von 22,1% je Aktie nach 3 Quartalen.

Hervorzuheben ist auch, dass beide Geschäftsfelder der DBAG zu dem überdurchschnittlich guten 9-Monats-Ergebnis beigetragen haben.

Im Geschäftsfeld Private-Equity-Investments wirkten sich neben den erfolgreichen Verkäufen auch höhere Ergebnis-Erwartungen der verbliebenen Portfolio-Firmen positiv aus.

Der Großteil des Netto-Gewinns aber stammt mit über 75 Mio. € aus dem Beteiligungs-Geschäft.

Zuversicht für den Rest des Geschäftsjahres

Für die verbleibenden Wochen bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September 2017 ist der Vorstand der DBAG zuversichtlich:

„Wir erwarten auch für das laufende 4. Quartal ein positives Konzern-Ergebnis, gespeist aus positiven Beiträgen beider Segmente“, heißt es in der aktuellen Quartals-Mitteilung.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2016/2017 wird ein Netto-Gewinn erwartet, der leicht – also um bis zu 10% – über dem zum aktuellen Stichtag erreichten Konzern-Ergebnis in Höhe von 78,6 Mio. € liegt.

Aufgrund der guten Zahlen und der ebenfalls guten Perspektiven des Unternehmens sehe ich für die DBAG-Aktie durchaus weiteres Potenzial nach oben.

Es sollten allerdings keine allzu großen Sprünge mehr erwartet werden. Schließlich hat die DBAG-Aktie in den vergangenen 4 Monaten bereits um rund 40% zugelegt.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.