DBAG profitiert von steigenden Aktienkursen

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Warum eine Private Equity-Gesellschaft wie die Deutsche Beteiligungs AG von steigenden Aktienkursen profitiert. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Die Deutsche Beteiligungs AG, einer der führenden börsennotierten Private Equity-Beteiligungsgesellschaften Deutschlands, wird nach eigenen Angaben ein hervorragendes zweites Quartal (das Geschäftsjahr der Gesellschaft endet im September) berichten können. Dies geht aus einer Ad-hoc-Meldung hervor, die das Unternehmen am Samstag veröffentlicht hat.

Steigende Börsenkurse erhöhen die Multiples

Den Angaben zufolge profitiert die Deutsche Beteiligungs AG insbesondere von der guten Kapitalmarktentwicklung. Dabei mag es zunächst als ein Widerspruch erscheinen, dass eine Beteiligungsgesellschaft, die bevorzugt nicht-börsennotierte Gesellschaften übernimmt, von steigenden Kursen börsennotierter Gesellschaften profitiert. Dieser löst sich erst auf, wenn man weiß, dass die Ergebniswirkung nicht unmittelbar, sondern über einen Umweg entsteht: Über die aus dem Kapitalmarkt abgeleitete Multiplikatoren. Mit diesen müssen zum Ende jedes Quartals die Zeitwerte aller Einzelgesellschaften nach IFRS ermittelt werden.

Steigen die Aktienmärkte wie in den vergangenen Wochen deutlich an, erhöht dies die anzusetzenden Bewertungsmultiplikatoren und damit – bei gleichbleibenden Ertragsprognosen der Beteiligungsgesellschaften – auch deren Wert. Was wiederum Auswirkungen auf das Konzernergebnis hat, zu dessen Berechnung die Bewertung der Portfoliounternehmen eine maßgeblich Rolle spielt.

Ergebnisvervielfachung in diesem Jahr

Wie erheblich deren Einflüsse sein können, zeigt ein Blick auf die Finanzzahlen des Unternehmens. Im zweiten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres wurde ein Konzernergebnis von 7,9 Millionen Euro erzielt. Hiervon resultierten nicht weniger als 7,8 Millionen Euro aus Bewertungsänderungen der Portfoliounternehmen. Für dieses Quartal wird erwartet, dass das Beteiligungsergebnis um das Vier- bis Sechsfache erhöhen wird. Mit entsprechenden Auswirkungen auf den Konzerngewinn.

Damit setzt der Frankfurter Finanzinvestor einen Kontrapunkt zum verkorksten ersten Quartal. Darin warnte die DBAG noch, dass die rückläufigen Börsenkurse des Schlussquartals die Beteiligungsgesellschaft deutlich ins Minus gerissen haben. Wenn also die Aktienmärkte einknicken, verliert auch das Portfolio der DBAG an Wert. Die Veränderung schlägt unmittelbar auf das Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft nieder – im Guten und im Schlechten.

Langfristig eine überdurchschnittliche Performance

Dennoch sind die Aktien von DBAG mehr als ein Stimmungsindikator für den Kapitalmarkt. Mit ihnen beteiligt sich ein Anleger schließlich am deutschen Mittelstand. Denn die DBAG ist, neben Equistone, der uneingeschränkte Marktführer im deutschen Mitmarket. Was , wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung der DBAG-Aktie belohnt wird.

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Von: Peter Thilo Hasler. Über den Autor

Peter Thilo Hasler ist seit über 25 Jahren als Finanzanalyst tätig, zunächst für einige große Investmentbanken, seit 2010 in seiner eigenen Research-Firma. Als Analyst berät er namhafte Fondsmanagern und Vermögensverwalter weltweit.

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