Deere Aktie: Investmentlegende Warren Buffett setzt auf Landmaschinenhersteller

Wenn Sie die Veränderungen im Portfolio der Investmentlegende Warren Buffett verfolgen, wird eines sehr schnell klar. Sobald neue Aktienpositionen veröffentlicht sind, kommt es oft zu starken Kursbewegungen in den betreffenden Positionen.

Denn viele Anleger verfolgen mit Argusausgen die Transaktionen des drittreichsten Manns weltweit.

Dies war auch letzte Woche wieder der Fall. So zog der Kurs des Landmaschinenherstellers Deere kräftig an, als bekannt wurde, dass Buffett seine Position um 125% ausgebaut hat.

Mittlerweile hält der Starinvestor Deere-Aktien im Gegenwert von 1,5 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht rund 5% aller Aktien des Unternehmens.

Die Aktien von Deere notieren noch immer auf dem gleichen Niveau wie vor vier Jahren. Aber was hat sich operativ getan? Könnte der deutliche Zukauf eine Trendwende im Aktienkurs einleiten?

Deere kämpft mit schwachem Getreidepreis

John Deere, der springende Hirsch, ist Ihnen sicher ein Begriff. Das Geschäftsmodell ist schnell erklärt. Deere stellt Forst, Bau und Agrarmaschinen her. Zuletzt lief es aber alles andere als rund.

Der Absturz des Getreidepreises macht dem weltweiten Marktführer für Landmaschinen schwer zu schaffen. Alleine in 2013 stürzte der Getreidepreis um fast 40% ab.

In 2014 stand ein weiterer Rückgang von 6% auf der Uhr. Das hielt viele Landwirte davon ab, in neue Maschinen zu investieren. Hinzu kommt, dass Deere mit seinen Maschinen ohnehin schon im oberen Preissegment unterwegs ist.

Dementsprechend schwach waren die Zahlen, die letzte Woche veröffentlicht wurden. Der Umsatz ging  um 17% auf 6,38 Mrd. US-Dollar zurück.

Obwohl sich die übrigen Segmente Bau- und Forstmaschinen sowie der Finanzierungsbereich positiv entwickelten, kollabierte der Gewinn regelrecht. Zum Vorjahr sackten die Gewinne um satte 43% ab.

Ausblick nach unten geschraubt

Auf Grund der anhaltend schwachen Nachfrage hat der Konzern letzte Woche seine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr nach unten angepasst. Der Gewinn soll bei 1,8 Mrd. US-Dollar liegen. Damit peilt der Landmaschinenhersteller rund 100 Mio. US-Dollar weniger an als zuvor.

Insbesondere die größten Märkte Nordamerika und Canada laufen nicht nach Plan. Die Nachfrage im Ausland wird zusätzlich durch den starken US-Dollar belastet. Denn durch die Währungsaufwertung sind die Deere-Produkte im Ausland noch teurer geworden.

Buffett hat langfristiges Wachstum im Blick

Auf den ersten Blick scheint das Jahr 2015 ein weiteres Übergangsjahr für den Marktführer zu werden. Zu stark ist der Gegenwind durch die niedrigen Getreidepreise und den starken US-Dollar. Das bestätigen auch die jüngsten Aussagen der direkten Wettbewerber von Deere.

Langfristig könnte jedoch einiges für den Konzern sprechen.  Durch die unaufhaltsam wachsende Weltbevölkerung wird die effiziente Versorgung mit Lebensmitteln immer wichtiger. Hier hat sich Deere bereits mit massiven Investitionen in den Schwellenländern in Position gebracht.

23. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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