Defensive Aktien bleiben auf der Überholspur

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Während Aktien von Unternehmen aus konjunktursensiblen Branchen weiter schwächeln, läuft es für viele defensive Werte weiterhin wie geschmiert. (Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock.com)

Aktien von konjunkturabhängigen Unternehmen stehen weiterhin unter Druck. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Angst vor einem ungeregelten Brexit belasten ebenso wie die sich eintrübende globale Konjunktur (die auch ein Produkt der zuvor genannten Faktoren ist).

Viele Anleger flüchten in Gold und als sicher geltende Staatsanleihen. Gold halte ich als eine Art Depotversicherung (physisches Gold und ETCs) für eine sinnvolle Sache. Staatsanleihen sind dagegen wenig sinnvoll, da sie oftmals unsicherer sind als ihr Ruf (denken Sie an den Schuldenschnitt in Griechenland) und noch dazu in vielen Fällen garantierte Verluste bringen.

Eine andere Alternative sind defensive, dividendenstarke Aktien. Dabei handelt es sich um Aktien von wenig bis gar nicht konjunktursensiblen Unternehmen. Hierzu zählen beispielsweise Pharmaunternehmen und Lebensmittelhersteller.

Schweizer Pharma-Riese Roche schraubt Prognose nach oben

Nach einem guten 2. Quartal haben einige große Pharmakonzerne ihre Prognosen für das laufende Jahr angehoben. So auch der Schweizer Pharma-Riese Roche. Im 1. Halbjahr 2019 legte Roche beim Umsatz um 9% auf 30,5 Mrd. Schweizer Franken (CHF) zu und beim Nettogewinn sogar um 19% auf 8,9 Mrd. CHF.

Bei Roche sorgte eine lebhafte Nachfrage nach Medikamenten gegen Multiple Sklerose und Krebs für Schwung. Das Schweizer Unternehmen erhöhte daher die Umsatz- und Ergebnisprognose. Beim Umsatz und bereinigten operativen Gewinn wird nun mit einem Plus im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Zuvor war lediglich ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet worden.

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Diageo wächst weiter und kündigt Aktienrückkauf an

Auch bei dem in Großbritannien ansässigen und weltweit führenden Spirituosenhersteller Diageo läuft es rund. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 (bis Ende Juni) Umsatz und Ergebnis weiter steigern können. Der Umsatz legte um 6% auf 12,9 Mrd. Britische Pfund (GBP) zu.

Der Überschuss kletterte um 5% auf 3,2 Mrd. GBP. Das Unternehmen profitierte dabei vor allem von guten Geschäften in Asien. Diageo konnte darüber hinaus aber auch in den meisten anderen Regionen zulegen.

Ebenfalls erfreulich: Der Hersteller von hierzulande bekannten Marken wie Baileys (Likör), Smirnoff (Wodka) oder Guiness (irisches Bier) möchte die Aktionäre an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben lassen und plant neben Dividendenausschüttungen ein weiteres Aktienrückkaufprogramm.

Zur Erläuterung: Wenn ein Unternehmen Aktien zurückkauft, sinkt die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien und Ihr Anteil steigt damit automatisch. Sie erhalten bei gleichbleibender Ausschüttung damit automatisch eine höhere Dividende.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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