Deflations-Gefahr wird massiv unterschätzt

Schon gestern ging es an dieser Stelle um das Lesertreffen im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt in der vergangenen Woche.

Spannend war hier tatsächlich die Frage nach den Ursachen einer Deflation.

Deflation – Die große Unbekannte

Diese Frage wurde durch mich offenbar zum 1. Mal aufgeworfen, da die Mitarbeiterin sonst besser auf diese eigentlich naheliegende Fragestellung vorbereitet gewesen wäre.

Mir zeigt die Unkenntnis der Bundesbank-Mitarbeiterin über die historischen Gründe der Deflation folgendes:

Dieses Thema spielt bei den meisten Menschen gerade heute gar keine Rolle und offenbar haben sich nur Wenige überhaupt schon einmal damit befasst.

Noch heute wird vielfach angenommen, die 1930er-Jahre seien eine Inflations-Phase gewesen.

Parallelen der Deflation 1930 zu heute

Doch die Deflations-Frage ist keineswegs eine rein historische Angelegenheit, sondern gerade heute für Sie interessant. Viele Entwicklungen sind denen von damals nämlich extrem ähnlich.

So haben wir heute, genauso wie 1929, ein extrem aufgeblasenes Kursniveau an den Aktienbörsen

Dem steht außer der Erwartung, dass die Werte der Aktien immer steigen werden, nichts an fundamentaler Substanz mehr gegenüber.

Dazu kommt eine sehr euphorische Haltung der meisten Anleger und Experten im Hinblick auf die wirtschaftliche Zukunft.

Damals wie heute glaub(t)en viele von ihnen, dass es „immer so weitergehen“ werde.

Dieser Optimismus erzeugt eine sorglose Haltung, in der unkritisch riskante Wertpapiere gekauft werden – in der puren Erwartung, dass es keine Risiken mehr gäbe und man dadurch leistungslos reich werden würde.

Selbst Anleihen von Pleitestaaten wie Argentinien mit 100 Jahren Laufzeit werden heute schon mehr als 3-fach überzeichnet.

Weitere Beispiele sind die Spekulationen mit Krypto-Währungen wie dem Bitcoin, mit Immobilien oder Aktienwerten wie denen des Autobauers Tesla.

Und Letzteres ist immerhin einem Unternehmen, das bislang nur Verluste macht und im Jahr 2017 dennoch eine höhere Börsen-Kapitalisierung erreichte als BMW.

Die Spekulations-Blase wird auch heute platzen und zu einer gewaltigen Deflation mit einer daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise führen – genauso, wie es 1929 der Fall war.

Damals verfielen Aktienwerte im Schnitt um 90% – ebenso Immobilien, die auch nur noch 1/10 ihres ursprünglichen Wertes hatten.

Die Geschichte lehrt, wie man am besten vorsorgen sollte

Wie die Geschichte auch zeigt, ist eine breite Streuung des Vermögens der beste Schutz gegen Krisen.

An dieser Stelle präsentiere ich Ihnen daher regelmäßig die besten Möglichkeiten, das Vermögen breit zu streuen.

Denn nicht nur im Winter sondern auch beim Vermögen gilt: Wer streut, rutscht nicht.

15. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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