Delignit: 2018er Zahlen deutlich besser als erwartet

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Die mittelständische Delignit AG hat kürzlich mitgeteilt, dass im Geschäftsjahr 2018 mehr Umsatz als erwartet eingefahren wurde. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Vor ziemlich genau 2 Monaten habe ich Ihnen zuletzt an dieser Stelle von der Delignit AG berichtet. Falls Sie sich jetzt fragen, was die Delignit AG macht, dazu komme ich gleich. Zunächst der Grund, warum ich Ihnen heute, nur 2 Monate nach meinem letzten Beitrag über Delignit, schon wieder von dem Unternehmen berichte.

Delignit hat am 22. November 2018 mitgeteilt, dass man ein Überschreiten der vorher kommunizierten Umsatzprognose erwartet. Vor wenigen Tagen teilte das Unternehmen schließlich mit, dass die vorherige Umsatzprognose nicht nur leicht, sondern sogar deutlich überschritten wurde.

Auf die Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2018 und die Perspektiven für 2019 gehe ich gleich ein, nachdem ich Ihnen die Delignit AG kurz vorgestellt habe.

Geschichte und Geschäftsmodell von Delignit

Das Unternehmen Delignit, das sich mehrheitlich im Besitz der ebenfalls börsennotierten Beteiligungsgesellschaft MBB befindet, blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, da es vor über 200 Jahren gegründet wurde.

Heute entwickelt, fertigt und vertreibt Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Nach eigenen Angaben ist Delignit anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie.

Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden unter anderem als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Kofferraumladeboden in PKWs eingesetzt.

Mehr als 60 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2018

Delignit hat nach aktuellem Kenntnisstand einen Umsatz von leicht über 60 Mio. im Geschäftsjahr 2018 erreicht. Hintergrund für die Überschreitung der Umsatzprognose waren nach Unternehmensangaben die erhöhten Abrufmengen bei Serienlieferverträgen im Marktbereich Automotive.

Die Delignit AG war bisher von einer nur leichten Überschreitung ihrer ursprünglichen Umsatzprognose ausgegangen, die für das Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 8% vorsah. Nun erreicht das Unternehmen jedoch voraussichtlich einen Umsatzanstieg von rund 14% gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr 2017.

Die prognostizierte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) wird auch bei diesem erhöhten Umsatz weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres bei 9,2% erwartet.

Und die starke Wachstumsphase bei Delignit ist noch nicht vorbei. Constantin Mang, CIO der Delignit-Mutter MBB, sagte kürzlich gegenüber der Vorstandswoche: Delignit bereitet uns viel Freude und wird auch im neuen Geschäftsjahr deutlich wachsen.

Angesichts der starken Vorabzahlen für 2018 und der guten Perspektiven für das laufende Jahr erscheint mir die Delignit-Aktie zu günstig bewertet.

Beachten sollten Sie allerdings, dass die Delignit-Aktie wenig liquide ist (also wenig an der Börse gehandelt wird). Sie können bei Interesse aber auch auf die Aktie der Delignit-Mutter MBB ausweichen. Schließlich profitieren MBB-Aktionäre auch von der guten Geschäftsentwicklung bei Delignit.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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