Dem Sommerloch auf den Grund geschaut

Am bevorstehenden Wochenende enden in Deutschland die Schul-Sommerferien für 4 Bundesländer:

  • Berlin,
  • Brandenburg,
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • und Schleswig-Holstein.

In der kommenden Woche folgen noch Baden-Württemberg und Bayern; dann sind die Sommerferien in diesem Jahr für alle Bundesländer vorbei.

In Deutschland dauert die Sommerferienzeit zumeist von der letzten Juni-Woche bis in die ersten September-Tage.

Die Sommerferien USA starten bereits Anfang Juni und laufen ebenfalls in der 1. Septemberwoche aus.

Was die Sommerferien mit den Themen Charttechnik und Börse zu tun haben, fragen Sie? – Nun, mehr als Sie offensichtlich denken, wenn Sie diese Frage stellen!

Urlaubszeit = Abwesenheit

Wie wir gesehen haben, befinden sich die meisten Arbeitnehmer im August in Urlaub. Dementsprechend sind an den Aktienmärkten in dieser Zeit spürbar weniger Menschen aktiv.

Da braucht man sich also nicht zu wundern, warum der August statistisch und traditionell der Kalendermonat mit der zweitschlechtesten DAX-Performance ist.

Weniger Marktteilnehmer bedeuten für die Aktienmärkte gemeinhin weniger Umsatz und zumeist auch geringere Kursschwankungen.

Andererseits ermöglicht genau das auch zwischenzeitlich einmal größere Ausschläge, da die Märkte leichter zu beeinflussen sind.

Schauen wir uns das einmal gemeinsam im S&P 500 an:

spx_29-08-2017

S&P 500: Umsätze in der Ferienzeit signifikant rückläufig

Ferienzeit = Geringere Umsätze

Im Chart sehen Sie meine obigen Ausführungen bestätigt: Während der US-Sommerferien sind die Kurs-Fluktuationen deutlich geringer.

Die Umsätze lagen im Juli dieses Jahres bereits klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt und fallen im August noch weiter zurück (gelb unterlegt).

Das gleiche Phänomen finden Sie übrigens auch in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr: Dann sind die Umsätze geradezu dramatisch rückläufig.

Und warum ist dann der September oft auch noch schwach?

Aber müsste der September dann statistisch nicht eigentlich bessere Ergebnisse zeitigen – schließlich sind doch dann wieder die meisten Arbeitnehmer wieder „an Bord“?!

Tja… ich erkläre mir die traditionell mäßige Performance im September mit der Stimmung der Menschen:

Die meisten Urlaubs-Rückkehrer sind nicht gerade begeistert, wenn sie nach 6 Wochen süßem Nichtstun plötzlich wieder arbeiten sollen.

Zu der geringen Motivation gesellt sich dann noch das oft schlechte Abschneiden der Aktienmärkte im August:

Das schlägt sich bei vielen Investoren in einer unerfreulichen Depot-Performance nieder.

Trifft diese Gemengelage dann auch noch auf gerade ein Sorgen bereitendes Börsenthema, so wie die jüngste Raketen-Provokation Südkoreas, dann lässt sich nachvollziehen, dass der eine oder andere Urlaubs-Rückkehrer in einer ersten emotionalen Reaktion den Verkaufsknopf traktiert und so den DAX einmal eben um -1,7% einknicken lässt.

Bisherige Korrektur völlig im Rahmen

In S&P-500-Chart oben habe ich für Sie zusätzlich einmal die Korrekturen im bisherigen Jahresverlauf gekennzeichnet:

Die Rücksetzer wurden immer dann markiert, wenn sie signifikant waren und zuvor ein neues Hoch im Aufwärtstrend erreicht wurde.

Der Durchschnitt aller Korrekturen beläuft sich auf -3,5%. So gesehen, lag der Rücksetzer im S&P 500 im August 2017 völlig im Rahmen.

Schauen wir einmal, ob es dabei bleibt und das Sommerloch an der Wall Street diesmal nicht noch andauert…


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29. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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