Depot-Absicherung mit Gold

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Schutz in unsicheren Zeiten: Wie Sie Ihr Depot mit Gold absichern können und warum Sie es tun sollten. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Blicken wir kurz zurück: Anfang Mai lag ein unterschriftsreifer Handelsvertrag zwischen den USA und China auf dem Tisch. In letzter Sekunde machten die Chinesen einen Rückzieher und US-Präsident Donald Trump drohte mit neuen Strafzöllen. Kurzum: Der Handelskonflikt USA/China erreichte die nächste Eskalationsstufe.

Hinzu kommt, dass die Staatsverschuldung in Italien und der Umgang damit seitens der italienischen Regierung spätestens seit der Europawahl den Anlegern neue Sorgenfalten ins Gesicht treibt. Auch ein ungeordneter Brexit ist seit dem Rückzug von Theresa May nicht unwahrscheinlicher geworden.

In einer solchen Marktphase wollen viele Anleger zunächst einmal Ruhe und Sicherheit in ihr Depot bringen. Das können Sie unter anderem mit Investitionen in Gold tun. Gold ist zum Beispiel seit Jahrhunderten der Fels in der schuldengetriebenen Inflations-Brandung. Das bedeutet, dass das Papiergeld tendenziell immer mehr an Wert verliert, Gold aber stabil bleibt.

Die global steigende Verschuldung kann und wird Ihre Kaufkraft angreifen, wenn Sie sich nicht schützen. Obwohl Gold der klassische Inflationsschutz ist, verzichtet die große Anlegermasse auf diese Absicherung. Weltweit sind weniger als 1% des Geldvermögens in Gold angelegt.

Lesen Sie jetzt, warum Gold als Krisenabsicherung dient und wie es Sie schützt. Außerdem lesen Sie, welcher Goldanteil am Vermögen im Sinne der Risiko-Streuung ausreichend ist.

Noch hat die Anlegermasse Gold nicht entdeckt

Seit den 70er-Jahren nimmt die globale Verschuldung stetig zu; aktuell liegt die globale Gesamt-Verschuldung bei deutlich über 200 Bio. Dollar. Das ist mehr als das 3-fache der Weltwirtschaftsleistung! Und der Schuldenberg wird von Jahr zu Jahr höher.

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Die steigende Neuverschuldung kann irgendwann nicht mehr durch Investoren finanziert werden. Dann kann ein neues Währungs-System der letzte Ausweg sein. Angesichts der Papiergeld-Schwäche müsste der klassische Gegenspieler, der Goldpreis, heute deutlich höher notieren. Der Goldpreis wird jedoch aus meiner Sicht künstlich nach unten gedrückt, damit die Schwäche der Papierwährungen überspielt wird.

Würde der Goldpreis in Euro oder US-Dollar gerechnet rasant steigen, wäre das ein Signal dafür, dass das Währungs-System wankt. Dieses Signal muss daher von den Währungs-Hütern unterdrückt werden. Inzwischen wird der Goldpreis maßgeblich von Investoren und weniger stark von der physischen Nachfrage getrieben.

Einige große Investoren können den Goldpreis relativ leicht beeinflussen, wenn die breite Masse weiterhin Gold ignoriert und nur einige Außenseiter Edelmetalle kaufen. Angesichts der Schulden-Entwicklung ist es erstaunlich, dass die meisten deutschen Sparer immer noch an ihrem guten alten Sparbuch und ihren Fest- oder Tagesgeld-Konten festhalten. Weiten sich die Krisen weiter aus, werden mehr Anleger Gold für sich entdecken und die Nachfrage anfachen.

Überlegen Sie, ob jetzt nicht genau der richtige Zeitpunkt sein könnte, um eine Absicherung in Ihr Portfolio einzubauen! Mit Gold können Sie sich zumindest teilweise vor den systematischen und politischen Risiken schützen.

Ich rate Ihnen, je nach Risikoprofil, zwischen 5 und 10% Ihres Vermögens in Edelmetallen anzulegen. In heißen Krisen-Phasen kann die Beimischung weiter hochgefahren werden.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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