Der Anschlag von Berlin: Die Börse danach

Für die Börse war der gestrige Anschlag mit einem LKW ein Non-Event; die enge Handelsspanne bleibt uns auch heute erhalten.

Dennoch: Wir haben ein neues Jahreshoch im DAX zu melden. Die Kurse sind damit über dem höchsten Stand von August 2015. Das bringt auch sofort die Optimisten auf den Plan.

So sehen einige Marktbeobachter noch deutliche Chancen für eine Jahresendrallye. Demzufolge kann der DAX noch ein paar Prozentpunkte nach oben klettern.

Viel Zeit dafür bleibt nicht mehr…

E.ON für E-Autos

Der Energieriese legt mehr Fokus auf Elektro-Autos – zumindest ist das der Plan.

Nachdem Tesla bereits gezeigt hat, wie man ein flächendeckendes System aus Ladestationen aufbaut, will E.ON auf diesen Zug aufspringen.

Dazu soll eine neue Einheit im Konzern gegründet werden, die sich mit diesen Themen befasst.

Die Aktienkurse von E.ON notieren aktuell etwa bei 1/10 der Kurse vom Januar 2008. Es ist überfällig, dass die deutschen Energie-Konzerne mit der Zeit gehen und sich dem Markt anpassen.

RWE ist ähnlich angeschlagen und macht seine Aktionäre seit langem ebenfalls wenig Freude.

Warum Optionen so schwer zu handeln sind

Aktien können Sie bei jeder Bank kaufen und verkaufen. Hebelzertifikate und Optionsscheine sind sicherlich auch noch möglich.

Aber gehen Sie einmal zu Ihrer Hausbank und fragen nach Optionen.

In den meisten Fällen ist das entweder gar nicht möglich oder aber mit horrenden Gebühren versehen. Somit werden Sie als Anleger davon abgeschreckt.

Jetzt könnte man es gut mit den Banken meinen und behaupten, dass der Options-Handel so kompliziert ist, dass aus Gründen der Sicherheit für den Kunden dieser Handel nicht möglich gemacht wird.

Klar, eine Option oder gar einen Vertical-Spread oder Time-Spread zu kaufen ist nicht so einfach, wie eine Aktie zu handeln. Doch genau da liegt der Vorteil.

Einfach kann jeder – und trotzdem an der Börse Geld verlieren auch. Optionen sollten aus einigen Gründen sogar die bevorzugte Handelsform sein.

Denn einerseits sind sie vor Manipulationen geschützt; hier entscheidet noch die Nachfrage über den Kurs.

Außerdem sind die Terminbörsen, an denen Optionen gehandelt werden, extrem transparent. Niemand hat dabei ein Interesse den Kurs zu manipulieren.

Das liegt auch daran, dass Sie mit Optionen gegen die Bank bzw. den Emittenten spielen. Und andererseits sind Sie vor genau diesen Emittenten geschützt.

Denn sollte dieser pleitegehen, erleiden Sie keinen Totalverlust, wie bei Zertifikaten. Als aktuelles Beispiel sei die Deutsche Bank genannt, die bei den Anlegern aus diesem Grund eher gemieden wird.

20. Dezember 2016

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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