Der Ausblick für Gold ist ungewiss

Auch wenn die Nachfrage nach Gold derzeit abnimmt: Als Krisen-Währung kann eine kleine Gold-Portion im Depot nicht schaden. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Gold wurde im 1. Quartal auch von den Zentralbanken weniger nachgefragt.

Mit steigenden Zinsen könnte die Attraktivität des Edelmetalls weiter abnehmen. Damit zeichnet sich für 2017 ein Rückgang der Gold-Nachfrage ab.

Im zurückliegenden Jahr stieg die Nachfrage noch um 2% auf 4.309 t – den höchsten Stand seit 2013.

Unklarer Ausblick beim Gold…

Auftrieb erhalten könnte der Goldpreis dagegen durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen und ein Abflachen des Wirtschafts-Wachstums.

Als Krisen-Währung ist und bleibt das Edelmetall unschlagbar.

Gold-Optimisten setzen auch auf die Tatsache, dass Investoren immer noch einen sehr geringen Anteil ihres Kapitals in Gold investiert haben.

Sollte die Stimmung an den Börsen kippen, könnte die Gold-Nachfrage erheblich steigen.

In den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres belief sich die Nachfrage nach dem Edelmetall auf 1.034 t. Dies waren 18% weniger als im Vorjahres-Quartal.

Allerdings stellte jenes das historisch beste Quartal überhaupt dar.

Getrieben wurde die Nachfrage durch hohe Kapital-Zuflüsse aus goldbasierten Indexfonds, die große Mengen an physischem Gold kauften.

Wenngleich die Käufe der Indexfonds nur noch einen Bruchteil des Vorjahreswertes betragen, stellt sich die Nachfrage nach Meinung der Minen-Lobby World Gold Council im historischen Kontext solide dar.

… doch eine kleine Portion kann nicht schaden

Angesichts der zur Aktienmarkt-Entwicklung tendenziell gegensätzlichen Ausrichtung des Goldpreises erscheint eine überschaubare Investition in Gold grundsätzlich sinnvoll.

Goldminen-Aktien haben gegenüber physischem Gold den Vorteil der guten Handelbarkeit in Verbindung mit geringen Nebenkosten.

Chance und Risiko sind hier jedoch erheblich höher, da die Unternehmens-Gewinne aufgrund der hohen Fixkosten sensibel auf Preisschwankungen reagieren.

Daher sollten Goldminen-Aktien im Vergleich zu physischem Gold einen vergleichsweise geringen Depot-Anteil einnehmen.

Wir sind aufgrund des begrenzten Gold-Angebotes langfristig vorsichtig optimistisch gestimmt, wenngleich Prognosen grundsätzlich spekulativ erscheinen.

Wer auf Goldminen-Aktien setzt, sollte auf die Marktführer setzen, die zu geringen Kosten produzieren und über ein hohes Eigenkapital verfügen.

Herausfordernde Wetterbedingungen …

Die Rohstoff-Produzenten mussten v. a. im 1. Quartal mit herausfordernden Wetterbedingungen kämpfen.

Die Arbeit an zahlreichen Eisenerz-, Kupfer- und Nickel-Minen musste aufgrund von extremen Wetterphänomenen stillgelegt werden, wie z. B.:

  • dem tropischen Wirbelsturm Debbie in Australien,
  • Überflutungen in Peru
  • und überdurchschnittlich starkenn Regenfällen im Kongo.

Bergbau-Riesen wie BHP Billiton, Vale oder Glencore meldeten insgesamt rückläufige Fördermengen.

… spiegeln sich im Index für Hauptfrachtgüter wider

Einer der wichtigsten Preis-Indizes für das globale Verschiffen von Hauptfrachtgütern wie Kohle, Eisenerz, Kupfer, wie auch für Getreide oder Kies ist der Baltic Dry Index.

Dieser Index fungiert als Frühindikator der Rohstoffmärkte.

Gemessen werden die Transport-Kosten über den Seeweg, die primär von Hafen-Kapazitäten und dem zur Verfügung stehenden Schiffladeraum beeinflusst werden.

Ein Sinken des Baltic Dry Index deutet also auf eine Abschwächung der weltweiten Rohstoff-Lieferung hin.

Nach dem 12-Monats-Hoch im April befindet sich der Index im Sturzflug.

Der globale Rohstoff-Handel geht zurück, was negative Auswirkungen auf die Konjunktur und damit auf die Rohstoff-Preise hat.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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