Der Datenschock! Widerspruch!

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Nach dem Flashcrash! Was ist zu erwarten und wie wird der DAX das Jahr beenden? Worauf Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Gestern Nachmittag kam es ganz Dicke für DAX&Co.! Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe wurde in den USA veröffentlicht.

Die Analysten hatten im Vorfeld einen Anstieg von 49,10 auf 50,10 Punkte prognostiziert. Doch es kam anders! Er sank, und zwar deutlich auf nur noch 47,90 Punkte ab!

Das sorgte ab 16:00 Uhr für stark sinkende DAX-Stände und auch die US-Indizes tauchten posthum ab.

Jetzt schauen wir mal auf vergangene Konjunkturdatenveröffentlichungen. Denn da sorgten negative Überraschungen für steigende Kurse! Sie haben richtig gelesen. Die Reaktion von gestern ist völlig umgekehrt zu der von früheren Datenveröffentlichungen. Steigende Kurse wurden damit begründet, dass negative Konjunkturdaten die Notenbanken zu Zinssenkungsmaßnahmen bewegen würde. Und jetzt? Wieso ist das gestern genau andersherum abgelaufen? Laut Analysten lag es daran, dass die US-Notenbank FED sich vor weiteren Zinssenkungen zurückhält. Und dann seien schlechte Daten eben schlecht.

Apropos Analysten: Die hatten doch auch prognostiziert, dass der ISM-Index auf 50,10 Punkte ansteigen würde? Erstaunlich, die Präzision…

Man mag es betrachten, wie man möchte. Aber die Analysten scheinen sich ständig zu     widersprechen! Hauptsache, man kann nach einer Bewegung eben diese erklären.

Genau diese „Nachher mache ich es passend und weiß es immer“-Arbeitsweise bringt Ihnen als Anleger überhaupt gar nichts!

Da hat meine charttechnische Analyse deutlich etwas voraus. Denn Sie schaut in die Zukunft und kann Ihnen tatsächlich bereits vorher wichtige markante Punkte aufzeigen, an denen Sie handeln sollten!

Schauen wir auf den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Achten Sie auf die 11.850er Marke!

Im 1-Monatschartbild vom DAX fällt zunächst auf, dass die 12.475 bzw. 12.500 (rote Widerstandslinie) bereits dreimal erfolglos getestet wurde. Der jüngste Versuch sah eigentlich ganz vielversprechend aus, bevor die ISM-Daten den Versuch jäh beendeten.

Das bedeutet, Sie müssen sich jetzt wieder auf die Unterseite konzentrieren. Und dort ist eine ganz wichtige Unterstützung zu beachten. Die Marke von 11.850 Punkten ist ein guter Halt, aber sollte auf gar keinen Fall unterschritten werden (untere grüne Linie)!

Als Fazit ist klar:

Achten Sie auf die 11.850er Marke!

Nach oben müssten die vorherigen 3 Tops bei 12.475/12.500 rausgenommen werden, bevor es weiter nach oben gehen kann.

Schauen wir in den mittelfristigen 1-Jahres-Chart vom DAX:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

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Noch nichts angebrannt! Zwei gute Unterstützungen!

Wenn man den rechten roten steilen Abwärtshaken sieht, dann ist man geneigt, zu sagen: Entspannung sieht anders aus.

Aber ich darf Sie beruhigen! Der DAX-Chart ist noch vollkommen entspannt!

Ein bisschen mulmiger wird es erst, wenn die 11.850er Marke nach unten gebrochen werden würde (grüne Linie).

Aber selbst dann kommt zunächst der erweiterte breite Aufwärtstrendkanal in 2019 (blauer Trendkanal) zu Hilfe!

Solange dieser nicht an der Unterseite verletzt wird, brauchen Sie nicht in das Bärenlager zu wechseln!

Und wer weiß, vielleicht wird sich die FED nach den grottenschlechten Daten schon bald zu Wort melden und ankündigen, dass Sie die Zinssituation doch nicht so festgemauert sieht. Das bleibt aber zunächst abzuwarten.

Fazit mittelfristig:

Aktuell ist die Lage immer noch unentschieden! Sie sollten erst aktiv werden, wenn oben die rote Begrenzung überwunden werden kann oder unten die 11.850er Marke bzw. blaue Begrenzung fällt. Dazwischen rate ich Ihnen weiterhin zum Zuschauerplatz!

Abschließend noch der langfristige 15-Jahres-Chart vom DAX:

DAX-Chart 15 Jahre (Wochenbalken)

Nichts Neues: Trotz Rücksetzer keine Veränderung zur Vorwoche!

Der Index hat trotz des Datenschocks immer noch gute Chancen, die heftige Korrektur aus 2018 jetzt mit einer so genannten schrägen W-Doppelboden-Formation zu beenden!

Ein Sprung über die 12.650er Hürde ist allerdings erst einmal aus kurzfristiger Handelsperspektive hintenanzustellen.

Aktuell geht es darum, die wichtige 11.850er Marke zu halten (grüne Unterstützung)!

FAZIT:

Raushalten, bis die wichtigen Marken tatsächlich erreicht und über- bzw. unterboten werden.

Erst bei signifikantem Überwinden der 12.650er Marke ist der W-Boden geschafft und eröffnet Potenzial bis 13.250 bzw. 13.700! Achten Sie darauf.

Behalten Sie die 11.850 Punkte als Unterstützung im Auge.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!

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