Der DAX ist unwichtig

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„Krisen lassen die Märkte langfristig steigen“, zeigt unser Optionen-Profi Rainer Heißmann. Hier finden Sie seine Empfehlungen für Sie: (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Kurzfristig ist der DAX 30 schwach. Die US-Indizes notieren aber im Bereich ihrer Allzeithochs.

Der DAX 30 folgt den US-Indizes – immer. Also lautet meine logische Schlussfolgerung:

Vergessen Sie den DAX 30! Er wird in Kürze den US-Aktienindizes sowieso wieder nachlaufen.

Für den schwachen DAX 30 wird derzeit der starke Euro gegenüber dem US-Dollar genannt. Andere wissen zu berichten, der BrExit belaste den DAX 30.

Angesichts der Nachrichtenfülle ist es aber auch ganz einfach ein paar kritische Nachrichten zu finden, mit denen sich jede Zuckung der Indizes belegen lässt.

Kaufen Sie Calls

Krise hin, Krise her:

Ich empfehle Ihnen den Kauf von Call-Optionen auf starke Aktien aus dem DAX 30, Dow Jones, S&P 500, der Nasdaq oder auf solide Aktien aus den Indizes der Nebenwerte.

Damit haben Sie die besten Gewinn-Chancen.

Krisen gibt es immer

Nach dem Crash der Jahre 2008 / 2009 habe ich in den Titeln meiner Kommentare rund 40x das Wort Krise genannt.

40x in 8 Jahren, das sind 5x pro Jahr bzw. fast alle 2 Monate im Durchschnitt – sie sind halt immer da, die Krisen und Kriege…

Diese kleine zahlenmäßige Auswertung meiner Kommentare zeigt: Krisen sind ständige Begleiter der Märkte.

Natürlich bedrohen Krisen die Menschen vor Ort mit Verlust Ihrer Existenz und / oder des Lebens. Dafür ist die Politik verantwortlich.

Da habe ich natürlich meine individuelle Meinung. Über die ließe sich diskutieren. Aber das gehört nicht an diese Stelle, wo es um die Auswirkungen auf die Börsen geht.

Im Börsen-Kommentar gilt festzuhalten: Krisen sind stete Begleiter der Märkte – immer.

An dieser Stelle zeige ich Ihnen auf, wie sich Krisen auf die Märkte auswirken und wie Sie trotz oder wegen der Krisen sicher und gewinnoptimiert investieren können.

Trotz der vielen Krisen habe ich Ihnen immer den Kauf von Call-Optionen empfohlen, so auch heute.

Auch wenn die Märkte in den letzten Wochen zäh verlaufen sind und der DAX 30 auf das Hoch von Anfang April dieses Jahres zurückgefallen ist:

Calls sind nach wie vor die beste Wahl, denn über kurz oder lang geht es wieder deutlich spürbar aufwärts.

Krisen verhindern Übertreibungen der Märkte

Natürlich sind Krisen, wie z. B.

  • Ukraine,
  • Naher Osten,
  • Syrien,
  • Flüchtlinge,
  • Islamischer Staat,
  • Terrorgefahr,
  • BrExit,
  • Nordkorea,
  • und so weiter
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Diese beiden Indizes verraten viel über den aktuellen DAX!FTSE 100 und CAC 40 – England und Frankreich stimmen uns positiv. Beide Indizes sind an wichtigen Kurspunkten angekommen und könnten nach oben drehen. › mehr lesen

auch wichtige Themen an den Märkten; sie belasten diese auch kurzfristig und führen Rücksetzer der Aktienindizes herbei.

Genau das sorgt aber langfristig für steigende Märkte. Denn Anleger, die wegen einer Krise aus dem Markt aussteigen, sorgen danach nicht mehr für Verkaufsdruck.

Der Altmeister der Börsen, André Kostolany, sagte dazu: „Die zittrigen Hände steigen aus.“

Der dadurch verursachte Verkaufsdruck lässt die Märkte konsolidieren.

Das hat die positive Auswirkung, dass die Anleger keiner Euphorie verfallen. Eine Euphorie haben wir derzeit wahrlich nicht – und das ist gut so!

Dow Jones und S&P 500 notieren auf Allzeithoch

Seit Ende des letzten großen Crashs im Frühjahr 2009 gab es 2 größere Kursrücksetzer und – sagen wir – 40 Rücksetzer insgesamt.

Mit den geschätzten 40 Rücksetzern habe ich das passend gemacht zu den eingangs erwähnten 40 Kommentaren von mir, die das Wort Krise im Titel trugen.

Gleichwohl notieren die US-Aktienindizes Dow Jones und S&P 500 nah ihrer jeweiligen Allzeithochs und der Nasdaq nicht weit darunter.

Rücksetzer sind nicht der Rede wert

Rückwirkend sind die Rücksetzer nicht der Rede wert.

Selbst die beiden größeren Rücksetzer, die man wahlweise auch Crash nennen kann, fallen in der rückwirkenden Betrachtung kaum auf, denn:

Der übergeordnete Trend zeigt aufwärts. Dabei sind es die Krisen, die dafür sorgen, dass keine Euphorie aufkommt.

Das wiederum ist die Basis für langfristig steigende Märkte. Die Allzeithochs des Dow Jones und S&P 500 unterstreichen das unwiderlegbar.

Als Empfehlung wiederhole ich deshalb die eingangs geschriebenen Worte:

Call-Optionen haben beste Gewinn-Chancen

Ich empfehle Ihnen den Kauf von Call-Optionen auf starke Aktien aus dem DAX 30, Dow Jones, S&P 500, der Nasdaq oder auf solide Aktien aus den Indizes der Nebenwerte.

Damit haben Sie die besten Gewinn-Chancen.

Wichtig: Sichern Sie jede Investition, mit der Sie auf steigende Aktien bzw. Aktienindizes setzen, dringend durch den Kauf von Put-Optionen ab!

Zum guten Schluss: Heute vor 198 Jahren, also am 19.07.1819, kam der Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller auf die Welt.

Er schrieb: „Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.“

Es ist ein Zitat, wie gemacht für die Börse. Im Sinne dieses Zitats wünsche ich Ihnen, dass Sie danach trachten besser zu werden!

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet


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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.