Der DAX krankt: So erkennen Sie die aktuellen Anzeichen

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Wir befinden uns ein einer Seitwärts-Phase (s. Chart). Der DAX arbeitet sich von Block zu Block und kommt dabei nicht recht von der Stelle. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Wir befinden uns ein einer Seitwärts-Phase. Wie diese genau aussieht, sehen Sie im nachfolgenden Chart.

Der DAX arbeitet sich von Block zu Block und kommt dabei nicht wirklich von der Stelle.

Außerdem standen wir zwischenzeitlich gestern schon wieder dort, wo der DAX Anfang Oktober notiere. Auch das ist wahrlich kein Zeichen von Stärke.

Seitwärts-Phase im DAX-Stunden-Chart

Achten Sie im folgenden Chart auf die unterschiedlichen Rechtecke, in denen sich der DAX bewegt. Eine Weile wackeln die Kurse in dem jeweiligen Bereich nur hin und her.

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Die farblichen Rechtecke zeigen, dass diese starren Seitwärts-Phasen nicht immer dieselbe Länge haben müssen.

Als Trader können Sie sich deshalb leider nicht darauf verlassen, dass eine Phase beispielsweise immer 10 Tage anhält.

Diese Seitwärts-Phasen an sich sind bereits ein deutliches Indiz dafür, dass der Index derzeit keinen Boom erlebt. Sonst würden die Kurse sich an einer Trendlinie hochziehen.

Doch wir treten im DAX auf der Stelle. Das ist natürlich wenig hilfreich, wenn Sie in Aktien investiert sind.

Wenn Sie Stagnation haben wollen, können Sie Ihr Geld auch in Deutsche Staatsanleihen anlegen.

Zusätzlich zu der deutlichen Seitwärts-Phase zeigt der DAX im Stunden-Chart auch niedrigere Hochs. Eingezeichnet sehen Sie diese bei den roten Strichen.

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urz vor der 13.100 war am Mittwoch Schluss. Heute haben wir nicht einmal mehr die 10.065 geschafft und fallen seitdem fast jede Stunde.

Ein anderer Chart zeigt eine gebrochene Aufwärts-Trendlinie

Diese haben wir seit Anfang der Woche durchbrochen – natürlich mit seitwärts verlaufenden Kursen.

Wie Sie sehen, ist die blaue Linie im nächsten Tages-Chart keine Unterstützung mehr.

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Das sollte uns ein wenig zu denken geben; dieser Trend lief immerhin schon seit Ende August. Die 20-Tage-Linie in Orange rückt ebenfalls näher. All das sind keine guten Anzeichen.

Der Vorteil der Optionen-Händler

Die obige Chart-Spielerei ist vor allem für Trader wichtig, die sehr kurzfristig handeln. Diese könnten jetzt im 1. Chart auf nochmaliges Erreichen der 12.930 spekulieren.

Dann müssten Sie aber jeden Tag, wenn nicht jede Stunde die Kurse verfolgen und selbst aktiv werden.

Wie bequem haben Sie es dagegen als Optionen-Händler!

Dort schauen Sie eventuell 1 oder 2x pro Woche in Ihren Account, kaufen oder verkaufen passenden Kontrakte und widmen sich danach wieder dem eigentlichen Leben.

Da stört es Sie nicht einmal, wenn die Kurse seitwärts laufen – im Gegenteil:

Je nach Art Ihres Spreads können Sie mit Seitwärts-Phasen richtig viel Rendite erwirtschaften – v. a., wenn Sie es mit den klassischen Anlagen wie ETFs oder anderen Index-Zertifikaten vergleichen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.