Der deutsche Mittelstand als Aktie

Kleine Unternehmen wachsen oft stärker als große. Doch wie investieren? Wir hätten da eine Idee für Sie! (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Der deutsche Mittelstand gilt als Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Doch Mittelständler haben heute auch Probleme. Sie haben sicher schon einmal von Nachfolgesorgen gelesen. Eigentümergeführte Unternehmen wissen oft nicht, wer das Geschäft in der nächsten Generation übernimmt. Auch die Digitalisierung stellt viele kleinere Unternehmen vor Herausforderungen. Es ist schwer, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Weichen auf die neue (digitale) Zukunft zu stellen.

Doch es gibt Abhilfe. Unter dem Dach der Indus Holding finden sich derzeit einige ehemalige inhabergeführte Unternehmen. Da Indus börsennotiert ist, entsteht Potenzial für Aktionäre. Wir erklären Ihnen, ob sich die Aktie lohnt.

45 Beteiligungen in einer Aktie

INDUS Holding hat sich auf die mehrheitliche Übernahme von mittelständischen Nischenanbietern spezialisiert. Die Aktivitäten der 40 Tochtergesellschaften reichen von der Kunststoffverarbeitung und der Energietechnik über die Klima- und Wärmetechnik bis zu Servicegeräten für die Mineralölindustrie. Der Konzern unterstützt die Töchter in zentralen Fragen wie Finanzierung, Controlling, Recht und Steuern.  INDUS hat für 2017 solide Zahlen präsentiert.

Der Umsatz stieg um 13,6% auf rund 1,6 Mrd €. Unterm Strich konnte der Gewinn um 3,8% auf 82 Mio € gesteigert werden. INDUS hat unsere Erwartungen teilweise übertroffen und neue Rekordwerte erzielt. Die Konjunktur boomt. Die Aussichten für die deutsche Industrie sind hervorragend, und es herrschen beste Bedingungen dafür, dass der deutsche Mittelstand in den nächsten Monaten kräftig wachsen wird.

Deutscher Mittelstand in nur einer AktieAnleger, die in den deutschen Mittelstand investieren wollen, sind bei Indus richtig. Doch das Unternehmen steht vor Herausforderungen. › mehr lesen

Das Wirtschaftswachstum der deutschen Wirtschaft lag im 1. Quartal bei 0,3%. Bei kleinen und mittleren Unternehmen war das Wachstum aber deutlich größer. INDUS ist gerade an diesen Unternehmen beteiligt und wird deshalb überdurchschnittlich vom Wirtschaftswachstum profitieren. Aktuell hält das Konglomerat 45 Beteiligungen.

Risikofaktor Handelskrieg

Im Auftaktquartal konnte der profitable Wachstumskurs bereits bestätigt werden. Der Umsatz stieg hier um 7,1% auf 408,2 Mio €. Unterm Strich konnte der Gewinn um 8% auf 0,81 € pro Aktie gesteigert werden. Allerdings zeichnen sich auch erste Probleme ab. Die operativen Margen sind aufgrund des harten Wettbewerbsumfelds gesunken. Zudem ziehen die Energiepreise spürbar an. Seit letztem Sommer ist der Ölpreis deutlich gestiegen.

Auch die Kosten für Material und Personal legten in den vergangenen Monaten deutlich zu. Für das laufende Geschäftsjahr stellen vor allem der starke Euro, der schwebende Brexit-Prozess und der drohende Handelskrieg mit den USA die größten Gefahren dar. Mit einer Dividendenrendite von 2,6% ist Indus ein solider Dividendenbringer. Die Aktie ist okay, aber kein Überflieger.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.