Deutsche Beteiligungs AG (DBAG): Der deutsche Mittelstand in 1 Aktie

Beteiligungs-Gesellschaften haben ihre Berechtigung – v. a. wenn sie Anlegern neue Märkte eröffnen, so wie die Deutsche Beteiligungs AG. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Es ist ein gerne wiederholtes Mantra: Der deutsche Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft.

Doch Aktien-Investoren schauen beim Thema Mittelstand oft in die Röhre. Titel aus dem MDAX sind zu groß, um wirklich als Mittelstand durchzugehen.

Kleinere börsennotierte Gesellschaften weisen oft riskantere Kapital-Strukturen auf und haben mit dem konservativen deutschen Mittelstand, den man sich oft vorstellt, wenig zu tun.

Wie also in den Mittelstand investieren? – Zum Glück gibt es einen Konzern, der sich diese Frage schon vor vielen Jahren gestellt hat.

Wer hiervon Aktien kauft, bekommt Expertise gleich mit dazu. – Wie das geht? – Lesen Sie im Folgenden mehr darüber:

Das ist die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG)

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) wurde 1984 als Partner der Deutschen Bank für das Eigenkapital-Geschäft gegründet.

Sie investiert in Form von Management-Buy-Out Wachstums-Refinanzierungen und Fonds-Beteiligungen in größere und etablierte mittelständische Firmen (Private Equity).

Die DBAG hat in den ersten 9 Monaten beeindruckende Erfolge erzielt: Der Umsatz aus dem Beteiligungs-Geschäft und der Gewinn haben sich fast verdreifacht.

Der Umsatz stieg um 151% auf 82,9 Mio. €. Unterm Strich verbesserte sich das Ergebnis um 171% auf 5,22 € pro Aktie.

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Dabei sind dem Beteiligungs-Konzern wichtige strategische Erfolge gelungen:

Erfolgreiche Verkäufe von Tochter-Unternehmen

Es wurden insgesamt 3 Tochter-Unternehmen verkauft. Somit konnte das 4- bis 5,5-fache des eingesetzten Kapitals wieder in die eigenen Kassen gespült werden.

Verkauft wurden die Beteiligungen an Pro- XES, Schülerhilfe und Formel D.

Bei allen 3 Beteiligungen hatte die DBAG ein glückliches Händchen. Die Entwicklungen waren beeindruckend:

  • Formel D verzeichnete im Zeitraum der Beteiligung ein jährliches Umsatz-Wachstum von mehr als 20%.
  • ProXES hatte dagegen seine Produkt-Palette durch 3 eigene Akquisitionen gestärkt und sogar neue Produktions-Anlagen errichtet.
  • Auch Schülerhilfe war für die DBAG ein ganz besonderes Investment, denn das Geschäftsmodell entsprach erstmalig nicht dem Kernbereich des Konglomerats. Dennoch konnte die DBAG das Unternehmen weit voranbringen und letztlich mit großem Mehrwert verkaufen.

Warum hier fast alles stimmt

Bei allen 3 Transaktionen überstiegen die vertraglich festgelegten Verkaufs-Erlöse den Wert-Ansatz in der Bilanz.

Damit konnte ein hoher Buchgewinn von insges. 34,4 Mio. € realisiert werden. Auch künftig möchte die DBAG ihre erfolgreiche Akquisitions-Strategie fortführen – der Markt bietet viel Potenzial.

An der DBAG gefallen uns nicht nur das gute Portfolio sowie die herausragenden Zahlen, auch die Dividendenrendite von 3,3% ist nicht von schlechten Eltern.

Bei dieser Aktie stimmt also (fast) alles.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.