Der EU-Geheimplan zur Rettung notleidender Banken

EU-Banken verzeichnen aktuell einen Forderungsausfall von 1,1 Billionen Euro an faulen Krediten.

Das entspricht rund 5,4 Prozent aller Kredite der Geldhäuser. EU-Vertretern zufolge liegt der Wert in einzelnen Staaten aber bei bis zu 47 Prozent.

Diese unglaubliche Summe belastet nicht nur die Finanzinstitute, sondern auch die EU-Wirtschaft.

Mit diesem Geheimplan sollen notleidende EU-Banken gerettet werden

Aus diesem Grund hat Brüssel bereits einen Notfallplan ausgeheckt.

So könnte zukünftig den betroffenen Banken gestattet werden, öffentliche Mittel, sprich Steuergelder, beim Verkauf ausfallgefährdeter Kredite zu verwenden, um die entstehenden Verluste auszugleichen.

Damit müsste der Steuerzahler, also Sie, wieder einmal ran, um Banken zu retten.

Es wurde bereits aufgezeigt, dass dieser Plan bei der EU-Kommission ankommt.

Problemkredite auf EU-Bad Bank übertragen

Dazu gehört auch die Gründung einer Bad Bank für die gesamte EU.

Demnach soll extra ein Institut für die Verwaltung der Ausfallkredite, sprich faulen Kredite, mit Hilfe staatlicher Garantien gegründet werden.

Die betroffenen Banken könnten auf die EU-Bad Bank ihre gesamten Problemkredite übertragen.

Mit der Vogel-Strauß-Taktik können die Probleme nicht gelöst werden

Damit würden diese sogenannten Non Performing Loans in der Bad Bank versteckt werden.

Frei nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Vor allem aus dem der Wähler und damit insbesondere der deutschen, die im Herbst eine neue Bundesregierung wählen oder die alte bestätigen.

Warum werden notleidende Banken nicht einfach abgewickelt?

Sie sehen also: Niemand scheint auf die Idee zu kommen, die dermaßen notleidenden Banken einfach abzuwickeln.

Ganz offensichtlich will man weder Bürger noch Wähler damit verschrecken, dass sie dadurch Geld verlieren könnten. Obwohl dies vielleicht das kleinere Übel bedeuten könnte.

Berlin stemmt sich gegen eine Bad Bank auf europäischer Ebene

Aus Berlin ist inzwischen zu vernehmen, dass die deutsche Regierung gegen eine EU-Bad Bank für faule Kredite ist.

Im Gegensatz zu Brüssel meint sie, dass dieses Problem kein gesamteuropäisches, sondern auf einzelne Mitgliedsländer beschränkt sei.

Angesichts der Wackelkandidaten in Zypern, Portugal und vor allem Italien, sehe ich das jedoch nicht so. Hinzu kommen noch Griechenland, Slowenien und Irland.

Bedenken Sie: Auch das ist ein Armutszeugnis für die EU und der europäischen Bankenunion.

Risiko-Schutz für Ihr Vermögen

Egal welche Pläne schließlich umgesetzt werden, bedeutet das für Sie – als Bankkunde und Sparer – ein Risiko.

Helfen Sie sich deshalb selbst Ihr Vermögen zu schützen. Und zwar unter anderem so:

  • Streuen Sie Ihr Vermögen, neben Immobilien(anteilen), Bargeldreserven, ausländischen Währungen und Edelmetallen (Gold und Silber) auch mit weiteren Sachwerten. Beispielsweise mit Schmuck,  Porzellanen, Orientteppichen, Weinen, Kunstgegenständen, Rohstoffen etc.
  • Legen Sie in wenig schwankungsanfälligen Aktien an. Vermeiden Sie dabei spekulative Titel. Investieren Sie stattdessen in grundsolide, krisensichere Unternehmen, die es in Jahrzehnten noch geben wird. Konzentrieren Sie sich also auf Konzerne, die international vertreten sind. So können Krisen auf einzelnen nationalen Märkten durch andere ausgeglichen werden.
  • Ebenso können Sie in ausgesuchte defensive Mischfonds investieren. Das sind Finanzpools, die flexibel zwischen Aktien, Anleihen oder Bargeld umschichten. Einen Großteil der Anlegermittel halten diese dabei stets in sicheren Zinspapieren.

8. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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