Der Euro – ein Auslaufmodell

Lange Zeit war der Euro mehr oder weniger immun gegen Krisen. Seine Notierung v. a. im Vergleich zum US-Dollar erreicht immer wieder Hochstände.

Stellen Sie sich vor: Noch Anfang 2014 notierte die europäische Gemeinschafts-Währung bei 1,40 Dollar.

Euro auf dem absteigenden Ast

Doch die vergangenen Jahre haben hier etwas verändert: Nun rauscht der Wert des Euro massiv in den Keller.

Der letzte Mosaikstein, der hier noch gefallen ist, ist das Ergebnis des Verfassungs-Referendums in Italien.

Hier haben die Gegner des Referendums gewonnen und Ministerpräsident Matteo Renzi ist schon von seinem Amt zurückgetreten.

Anders als bei den bisherigen Abstimmungen, hat dies alles andere als ein knappes Ergebnis: Die Ablehnung lag bei knapp 60 % und die Wahlbeteiligung erreichte enorme 70%.

Ein solches Ergebnis kann man ohne Frage als Klatsche bezeichnen.

Bis jetzt ist nur klar, dass es Neuwahlen in Italien geben wird. Ob tatsächlich auch ein Euro-Referendum kommen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar.

Chancen für Euro-Referendum in Italien sind gestiegen

Doch eines muss Ihnen schon klar sein: Sollte es tatsächlich zu einem Euro-Referendum in Italien kommen, stehen die Chancen gut, dass es durchkommt.

Immerhin haben in aktuellen Umfragen mehr als die Hälfte der Italiener angegeben, mit dem Euro in seiner aktuellen Form unzufrieden zu sein.

Wie kaum anders zu erwarten, verliert der Euro nach dem Ergebnis in Italien nun weiter an Wert: Im Vergleich zum US-Dollar ist der Euro jetzt auf einen Wert von 1,05 Dollar abgerutscht.

Das nächste Ziel ist sicherlich die Parität zum US-Dollar. Das hat es zuletzt im November 2002 gegeben. Das ist 14 Jahre her – und eine wirklich lange Zeit an den Finanzmärkten.

Aber auch der Dollar steht auf einem brüchigen Fundament: Hier sorgte die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Politik unter dem neuen Präsidenten Donald Trump für Probleme.

Sichern Sie Ihr Depot gegen Euro- und Dollar-Schwäche ab

Daher ist es für Sie als Investor ganz wichtig, auf die kommenden Währungskrisen beim Euro und beim Dollar aktiv zu reagieren.

Das tun sie auf jeden Fall dann, wenn sie in ihrem Depot auch Fremdwährungen halten, die Sie gegen Schwächen sowohl beim Dollar als auch beim Euro absichern.

5. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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