Der Euro setzt seinen Höhenflug fort

Der Euro befindet sich weiter im Höhenflug.:

Gegenüber dem amerikanischen Dollar hat die europäische Währung allein seit dem Jahreswechsel um rund 10% an Wert gewonnen.

Wenn Sie – wie ich – viele US-Werte in Ihrem Depot haben, schmälern diese Währungs-Einbußen natürlich Ihre Gewinne.

Deshalb gänzlich auf amerikanische Aktien zu verzichten, ist aus meiner Sicht dennoch keine vernünftige Lösung. Ich will Ihnen hier erläutern, warum.

Erneute Schlappe für US-Präsident Trump

Am Dienstag bekam der Euro einen erneuten Schub: In der Spitze kletterte die europäische Währung mit knapp 1,16 Dollar auf den höchsten Stand seit 14 Monaten.

Auslöser für den weiteren Anstieg war eine neuerliche Schlappe von US-Präsident Trump:

Dessen angestrebte Gesundheits-Reform trifft auf erheblichen Widerstand in der eigenen Partei und wird zumindest vor der Sommerpause nicht durch den Senat gehen.

Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass Trump mit seinen geplanten Reformen auf der Stelle tritt. Das belastet den Greenback – und stärkt den Euro.

Euro klar im Aufwärtstrend

Rund 10% hat der Euro allein seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar schon aufgewertet. Diese Entwicklung war so nicht unbedingt vorauszusehen:

Noch im Januar war der Euro mit Notierungen von etwas mehr als 1,03 Dollar noch auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren gefallen.

Und unter den Marktteilnehmern herrschte Einigkeit, dass das Erreichen der Parität nur noch eine Frage der Zeit sei.

Dies ist bis auf Weiteres kein Thema mehr. Vielmehr zeigt der Trend beim Euro klar nach oben, wie Sie im Chart unschwer erkennen können.

euro-dollar

Euro vor massiver Widerstands-Zone

Beim Blick auf das „große Bild“ sehen Sie aber auch, dass sich der Euro jetzt einer massiven Widerstands-Zone nähert.

Im August 2015 endete eine Erholung bei gut 1,17 Dollar. Im Mai 2016 drehte der Euro bei knapp über 1,16 Dollar nach unten.

In dieser Region steht die europäische Währung vor einer hohen charttechnischen Hürde – gut möglich, dass hier der Höhenflug erst einmal sein Ende findet.

Auf der anderen Seite wäre es ein deutliches Zeichen von Stärke, sollte der Sprung über diese Widerstands-Zone gelingen.

In diesem Fall ist ein weiterer Anstieg in Richtung 1,20 Dollar realistisch.

US-Aktien gehören weiterhin in jedes Depot

Wenn Sie als Anleger amerikanische Aktien in Ihrem Depot haben, bedeutet ein weiter steigender Euro natürlich Währungs-Einbußen.

Da stellt sich für Sie die Frage, ob es nicht besser wäre, US-Werte zu meiden. Meine Antwort lautet: Nein!

Wegen möglicher Währungs-Risiken auf Wachstumswerte wie die Netflix-Aktie, die ich Ihnen gestern vorgestellt habe, gänzlich zu verzichten, ist meines Erachtens der falsche Weg.

In den USA gibt es nun einmal viele aussichtsreiche Unternehmen, die Ihnen gute Gewinn-Chancen bieten.

Und eines sollten Sie nicht vergessen: US-Konzerne, die international agieren, profitieren auch durch den schwachen Dollar.

Davon abgesehen ist das Währungs-Risiko auch eine Chance.

Dreht der Euro an der angesprochenen Widerstands-Zone nach unten, verbuchen Sie als Aktionär von US-Unternehmen zusätzliche Währungs-Gewinne.

Der wichtigste Rat, den ich Ihnen geben kann: Achten Sie auf eine vernünftige Streuung in Ihrem Aktien-Depot!

Für mich gehören US-Aktien in jedes gut aufgestellte Portfolio; 30% oder auch etwas mehr dürfen es aus meiner Sicht durchaus sein.

Solange der US-Anteil nicht zu hoch ist, werden Sie auch mögliche Währungs-Einbußen nicht vom Kurs abbringen.


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20. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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