Der globale Schuldenberg wächst ungebremst weiter

Weltweit steigen die Schulden immer weiter an. Sie haben schon zum Jahreswechsel die unvorstellbare Summe von 237 Billionen Dollar erreicht. Das wird massive Folgen für uns alle haben. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Das globale Schuldenmachen kennt keine Grenzen mehr. Neue Zahlen, die ich Ihnen gleich vorstellen werde, zeigen Ihnen nur eins: Die Staaten werden immer größere Probleme bekommen die Schulden überhaupt noch zurückzahlen zu können. Ein Verlierer dieser Entwicklung steht auch schon fest. Das sind wir alle als Steuerzahler. Nur durch langfristig steigende Steuern wird es überhaupt noch möglich sein, die massiven aus dem Ruder gelaufenen Schulden irgendwie noch weiter im Griff zu behalten.

Schulden auf Rekordstand – und es geht einfach immer weiter

Laut des Institutes for International Finance haben die globalen Schulden bis Ende 2017 ein Rekordniveau von 237 Billionen Dollar erreicht. Sicherlich können Sie diese Zahl nicht wirklich fassen. Mir ging es ähnlich. Aber was sagen Sie zu folgender Einordnung: Diese Zahl entspricht 336% der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Und wer sind die aktuellen Treiber bei den Schulden? Auch hierzu liefern die aktuellen Daten Hinweise. Es sind vor allem die aufstrebenden Nationen zu denen zum Beispiel China und Indien gehören.

Die wahren Gründe für die Abspaltungswünsche KataloniensSpaniens Zentral-Regierung – und damit Brüssels verlängerter Arm – hat beim Katalonien-Referendum gezeigt, was sie tatsächlich von Demokratie hält: Wähler und Demonstranten wurden in einer wahren Gewalt-Orgie niedergeknüppelt. Inzwischen wissen Sie, dass… › mehr lesen

Ein ganz wichtiger Faktor bei der Einschätzung der aktuellen Schuldenlage ist die Rolle der Notenbanken. Die Währungshüter sorgen spätestens seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 dafür, dass die Stabilität der Finanzmärkte teuer erkauft wird. Immer wieder neue Schulden und ein Zinsniveau nahe der Nulllinie halten das System derzeit noch stabil. Doch für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis das brüchige Fundament dem Druck nicht mehr standhalten wird.

Immer wieder stoße ich in diesen Tagen auf Meldungen und Äußerungen von Börsenexperten, die einen Crash derzeit für ausgeschlossen halten. Eine solche Einschätzung ist deren gutes Recht. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Jahre 2000 und 2007. Auch damals wagten sich viele Experten in die Öffentlichkeit und prophezeiten einen Fortbestand des Wachstums an den Börsen.

Wir alle wissen was damals kam. Die Börsen stürzten in beiden Fällen massiv ab. Genau das erwarte ich jetzt auch wieder, wenn die globale Schuldenblase platzt. Und wie ich an dieser Stelle schon häufiger geschrieben habe: Es ist für mich keine Frage des ob, sondern nur noch eine Frage des Wann diese Blase tatsächlich platzen wird. Dabei werden die Folgen heftiger sein als bei den früheren Crash – schlicht und einfach weil die Schulden auch deutlich größer sind.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.