Der heimliche Star der Bau-Branche

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Geberit ist für uns eine Top-Aktie. Warum? Lesen Sie unsere Analyse und erfahren Sie mehr! (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Krise hat einige interessante Entwicklungen zutage gebracht: Neben dem Faible für Toilettenpapier, Nudeln und Mehl entwickelten viele Menschen auch einen Hang zum Heimwerken. Kurz bevor die Geschäfte geschlossen wurden, deckten sich viele mit Baumaterial ein und nutzten Quarantäne und Kurzarbeit zu kleinen Projekten. Ob das der Aktie von Geberit guttut? Wir haben die Analyse gemacht! Doch zunächst ein paar Eckdaten zum Unternehmen. Geberit wurde 1874 gegründet und ist heute in Europa Marktführer in der Sanitärtechnik. Der Konzern ist in 41 Ländern vertreten. Das Produktangebot umfasst Sanitärsysteme wie Spülkästen, Armaturen und Apparateanschlüsse sowie Rohrleitungssysteme zur Hausentwässerung und -versorgung.

Corona sorgt für Unsicherheit

Geberit hat 2019 seine Profitabilität weiter verbessert. Die Integration von Sanitec ist abgeschlossen und verursachte keine Kosten mehr. Bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau erreichte die operative Marge vor Abschreibungen (EBITDA) einen neuen Rekordwert von 29,3%. Der Gewinn stieg um 8,3% und der Cashflow um 11,6%. Profitiert hat Geberit von niedrigeren Kosten für Rohmaterialien, einem besseren Produktmix, Preiserhöhungen, Effizienzsteigerungen sowie strikter Kostendisziplin. Gebremst wurde die Geschäftsentwicklung von der Frankenstärke. Der Konzern hat aber auch bilanzielle Fortschritte gemacht.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 51%, und die Nettoschulden sind um 26,3% auf 409 Mio SFr gesunken. Vor dem Hintergrund dieser finanziellen Stärke soll die Dividende um 4,6% angehoben werden. Gleichzeitig kündigte das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 500 Mio SFr an. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einer nach wie vor robusten Baukonjunktur in den europäischen Kernmärkten.

Entsprechend sollen 30 Mio SFr in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert werden. Zudem ist in allen 3 Sparten die Einführung neuer Produkte geplant. Angesichts der Unsicherheiten durch das Corona- Virus hat Geberit aber keine konkreten Ziele genannt. Mittelfristig strebt der Konzern unverändert ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6% sowie eine EBITDA-Marge von 28 bis 30% an. Ein Dauerproblem sind die limitierten Installationskapazitäten im Hauptabsatzmarkt Deutschland.

So denken wir über die Aktie

Geberit bietet neben einem soliden Geschäft auch eine attraktive Dividende. Zwar hört sich eine Dividendenrendite von 2,7% nicht so beeindruckend an, doch ist für uns das Zusammenspiel aus Dividendenkontinuität und Wachstum des Unternehmens wichtig. Geberit hat hier viel zu bieten. Die Baukonjunktur dürfte auch weiter vielversprechend sein. Zwar dürfte Corona auch bei diesem Unternehmen Spuren hinterlassen, doch sind wir optimistisch, dass es schnell wieder aufwärts geht. Schauen Sie sich die Aktie unbedingt genauer an!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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