Der „heimliche“ Star unter den deutschen Indizes

Gestern habe ich Ihnen geschrieben, dass 2015 „gefühlt“ bislang ein eher durchwachsenes Börsenjahr ist.

Obwohl der DAX seit Januar nach wie vor 14% im Plus liegt, hat die Korrektur Spuren hinterlassen.

So liegt der deutsche Leitindex immerhin fast 10% unter seinem Höchststand. Die meisten Anleger schauen nun einmal vor allem auf den DAX.

Doch der deutsche Aktienmarkt hat weitaus mehr zu bieten als nur die 30 im DAX gelisteten Standardwerte.

Gerade der Blick auf die Werte aus der 2. und 3. Reihe fördert ausgesprochen Erfreuliches zutage.

Nebenwerte laufen besser als der DAX

Denn die anderen deutschen Auswahlindizes haben sich im laufenden Jahr bislang deutlich besser entwickelt als der DAX.

So kommt der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, seit Januar auf einen Zuwachs von 21%.

Der Nebenwerte-Index SDAX hat sich sogar um gut 24% verbessert. Noch besser schnitt nur der TecDAX ab. Der Technologie-Index hat seit Jahresbeginn um 29% zugelegt.

Allerdings weist der TecDAX traditionell auch höhere Schwankungen auf. Der „heimliche“ Star unter den deutschen Indizes ist daher für mich der SDAX.

Der Nebenwerte-Index zeigt sich auch in der aktuellen Korrektur erstaunlich robust und notiert nicht einmal 3% unter seinem Rekordstand, den er erst in der vergangenen Woche bei 9.172 Punkten erreicht hatte.

GrenkeLeasing rechnet mit höherem Gewinn

Vollkommen unbeeindruckt von der allgemeinen Marktschwäche erreichten einige Titel aus dem SDAX in den vergangenen Tagen sogar neue Allzeithochs – ein Zeichen besonderer Stärke.

Dazu zählt die Aktie von GrenkeLeasing, die am Dienstag auf einen neuen Rekordstand bei gut 140 € kletterte.

Der Spezialist für IT-Leasing meldete für das erste Halbjahr einen Gewinnanstieg um 23% auf 38,5 Mio. € und hob zudem seine Prognose an.

Für das Gesamtjahr rechnet das Management nun mit einem Konzerngewinn zwischen 74 und 78 Mio. €. Bislang hatte GrenkeLeasing einen Gewinn von 71 bis 75 Mio. € angepeilt.

Capital Stage: Expansion sorgt für hohes Wachstum

Bereits in der vergangenen Woche hatte Capital Stage seinen Ausblick erhöht.

Der Solar- und Windparkbetreiber, der weiter kräftig expandiert, rechnet aufgrund der jüngsten Zukäufe im Gesamtjahr 2015 nun mit einem Umsatz von 115 Mio. € (bisher 105 Mio. €).

Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem satten Anstieg um 48%. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll um 47% auf 80 Mio. € vorankommen. Zuvor hatte das Management nur ein EBITDA-Ergebnis von 73 Mio. € in Aussicht gestellt.

Die Capital-Stage-Aktie markierte daraufhin in der vergangenen Woche bei über 8 € ein neues Allzeithoch, kam in den letzten Tagen aber ein wenig zurück und notiert aktuell 6% unter ihrem Höchststand.

Die beiden SDAX-Werte bieten gute Chancen auf weitere Kurssteigerungen. Erreicht eine Aktie ein neues Allzeithoch, ist dies ein starkes Trend-Signal. Einem weiteren Kursanstieg stehen keine charttechnischen Widerstände mehr entgegen.

30. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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