Der kaum bekannte Medizintechnik-Gigant

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Die Aktie von Becton Dickinson ist hierzulande wenig bekannt. An der Qualität des Unternehmens liegt dies sicher nicht. (Foto: Production Perig / shutterstock.com)

In turbulenten Börsenphasen bieten Ihnen Medizintechnik-Aktien eine überdurchschnittliche Sicherheit. Ihre Geschäfte sind wenig konjunkturanfällig und der demografische Wandel sogt für langfristig stetig steigende Nachfrage nach ihren Produkten. Auf gute Renditeaussichten brauchen Sie mit diesen Aktien daher nicht zu verzichten.

Heute stelle ich Ihnen einen Medizintechnik-Wert vor, den viele von Ihnen noch nicht kennen dürften, den US-Konzern Becton Dickinson.

Unternehmensportrait

Der US-Konzern Becton Dickinson zählt zu den weltweit führenden Anbietern medizinischer Einmalartikel wie Spritzen, Nadeln, Kanülen, Kathetern und Probenbehältern. Zudem bietet Becton Dickinson Medizintechnik wie Infusionsgeräte, Diagnose- und Analysesysteme sowie chirurgische Instrumente und Implantate an.

Auch wenn das Unternehmen hierzulande eher wenig bekannt ist, gehört es mit einem Jahresumsatz von gut 17 Mrd. US-Dollar und rund 65.000 Beschäftigten zu den Branchengrößen in der Medizintechnik.

Übernahme von Bard zahlt sich in den Schwellenländern aus

2017 übernahm Becton Dickinson Bard, einen Spezialisten für die Bereiche Urologie, Onkologie und Gefäßerkrankungen für 24 Mrd. US-Dollar. Das erklärte Ziel der Übernahme war – neben Kostensynergien von rund 300 Millionen Dollar jährlich ab 2020 – die Verbesserung der Wachstumsperspektiven im Ausland, insbesondere im Wachstumsmarkt China. Und diese Übernahme zahlt sich für Becton Dickinson in Form höherer Wachstumsraten in den Schwellenländern aus.

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In den Industrieländern weist der Konzern derzeit ein Umsatzwachstum von rund 5% auf. Kein schlechter Wert für weitgehend gesättigte Märkte. Noch höhere Wachstumsraten bieten für Becton Dickinson die Schwellenländer. Diese holen bei der medizinischen Versorgung weiter auf. Denn mit steigendem Einkommen steigt hier auch die Nachfrage nach hochwertigen Medizintechnik-Produkten.

Im wichtigsten Schwellenland-Markt China kann Becton Dickinson derzeit zweistellig zulegen (währungsbereinigt +12%). Insgesamt erzielt der Konzern rund 16% seiner Umsätze in Schwellenländern, bei steigender Tendenz. Diese werden auch in Zukunft das Wachstum des Unternehmens weiter vorantreiben.

Solides Investment – nicht nur für konservative Anleger

Becton Dickinson lässt sich wohl am besten mit dem Begriff „solide“ beschreiben. Medizinische Einmalartikel haben nichts Spektakuläres an sich, aber sie werden immer gebraucht und der Bedarf steigt kontinuierlich an.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 ist die Aktie zudem noch recht moderat bewertet. Größere Kursrücksetzer sind daher selbst in stürmischen Börsenzeiten nicht zu erwarten, was die Aktie auch für konservative Anleger (aber nicht nur die) interessant macht.

Seit dem Sommer 2018 befindet sich der Aktienkurs – nach deutlichen Zugewinnen in den Vorjahren – in einer Seitwärtsbewegung. Diese könnte durchaus noch eine Weile anhalten. Aber ich halte es für wahrscheinlich, dass diese irgendwann mit einer weiteren Aufwärtsbewegung der Aktie beendet wird. Vom Chance/Risiko-Verhältnis her gefällt mir die Becton Dickinson-Aktie jedenfalls sehr gut.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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