Der Klassiker in jedem Depot

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Beiersdorf ist ein Evergreen in jedem Depot. Doch macht die Aktie auch morgen noch Freude? Wir haben für Sie analysiert! (Foto: Lukassek /shutterstock.com)

Es gibt Aktien, die sind wahre Dauerbrenner. Beiersdorf zu Beispiel. Seit Jahrzehnten wissen Sie als Anleger, was Sie an dem Wert haben. Doch jede erfolgreiche Phase geht einmal zu Ende. Wie es genau um Beiersdorf steht, haben wir für Sie analysiert. Dabei haben wir uns nicht von der Historie blenden lassen, sondern sind wie immer ganz neutral geblieben. Bevor wir zur Analyse kommen, erfahren Sie, was Beiersdorf eigentlich genau macht.

Der Beiersdorf-Konzern besteht aus der Kernsparte Consumer (NIVEA, 8×4, Eucerin, Labello, La Prairie, Florena und Hansaplast) sowie der Sparte tesa (Klebstofftechnik). NIVEA ist die bedeutendste und gleichzeitig auch älteste Körperpflegemarke der Welt. Unter der Marke tesa werden Klebeanwendungen für industrielle Kunden und Endverbraucher entwickelt und vermarktet. Beiersdorf ist mit rund 150 Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt präsent.

Gute Entwicklung bei tesa

Beiersdorf hat 2019 mehr umgesetzt, dafür aber weniger verdient. Der Umsatz stieg um 5,8% auf rund 7,7 Mrd €. Unterm Strich ist der Gewinn um 1,4% auf 718 Mio € zurückgegangen. Die neue Wachstumsstrategie C.A.R.E.+ scheint aufzugehen. Beiersdorf reagiert mit mehr Kundennähe und einer gezielten Digitalisierungsoffensive in den sozialen Medien auf die herausfordernden Wettbewerbsbedingungen. Die beiden Unternehmensbereiche tesa und Consumer entwickelten sich unterschiedlich, aber entsprechend den Planungen und Erwartungen. Der Bereich Consumer erzielte ein organisches Umsatzplus von 4,8%.

Nominal stieg der Umsatz damit auf rund 6,3 Mrd €. Bei tesa lief es dagegen etwas schlechter. Der Unternehmensbereich war geprägt von einer rückläufigen Entwicklung in der Automobilbranche. Trotz der schwierigen Marktbedingungen erzielte tesa aber immer noch ein organisches Umsatzwachstum von 0,8%. Nominal stieg der Umsatz um 2,7% auf rund 1,4 Mrd €. tesa erreichte eine EBIT-Umsatzrendite von 15,3%. Zur positiven Geschäftsentwicklung trug das Segment Trade Markets bei, zu dem auch das Endverbrauchergeschäft gehört. Die Umsätze im Industriesegment blieben dagegen nur stabil.

Was uns aufhorchen lässt…

Diese Entwicklungen zeigen, dass weiteres Wachstum auch in einem gesättigten Markt möglich ist. Im 1. Quartal kam es coronabedingt zu einem leichten Umsatzrückgang von 1,9% auf rund 1,9 Mrd €. Zum Gewinn macht der Konzern traditionell keine Angaben im Quartal. Als negativ bewerten wir die vergleichsweise hohe Bewertung der Aktie. Auch ist der Wettbewerb hart. Doch positiv wiegt das Wachstum. Das Unternehmen ist neben Europa längst auch in Asien eine große Nummer. Dies macht Hoffnung. Die Aktie ist kein Überflieger, aber solide. Unterschätzen Sie Beiersdorf nicht!

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Die Aktie mit NiveaBeiersdorf war über Jahre einer unserer Favoriten. Auch heute hat der Wert noch viel zu bieten. Unsere Analyse. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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